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Samstag, 30. März 2013

Frohe Ostern!

Heute und morgen ist einer meiner arbeitsintensivsten Tage. Morgen früh ist erst einmal ein Auferstehungs-Gottesdienst und um 10 Uhr dann der Oster-Gottesdienst. Der Frühgottesdienst ist dieses Mal wegen der Zeitumstellung  auf 6.30 Uhr vorverlegt, sonst war es immer um 5.30 Uhr. Für mich ist das nicht unbedingt  eine Verbesserung der Umstände. Denn früh aufstehen muss ich ohnehin, da ich alles vorbereiten muss. Da kommt es auf eine Stunde früher oder später nicht so an. Aber die Zeit zwischen den beiden Gottesdiensten ist um eine Stunde kürzer geworden. In den vergangenen Jahren brauchte ich aber die Zeit dazwischen voll und ganz, um alles wieder wegzuräumen und neu zu dekorieren. Allerdings wurde mir dieses Jahr eine kleine Erleichterung zugestanden, die ich als Verbesserungsvorschlag gemacht habe. So muß ich nicht an jeden Platz dicke Kerzen aufstellen und schon  anzünden, sondern jeder bekommt seine eigene handgerechte Kerze, die er auch nach Hause mitnehmen kann.

So muss ich heute erst einmal an alle Sitzplätze der Besucher Kerzenhalter anbringen. Und rundherum im Raum Kerzen aufstellen, sowie an den Tischen, die ich noch in den Raum stellen muss, für die Redner genügend Kerzen zum lesen aufstellen. Die Liedblätter muss ich verteilen auf den Plätzen.  Alle anderen Vorbereitungen (Blumen, Mikros etc.) sind genauso wie zu den üblichen Gottesdiensten. Morgen früh muss ich dann das Abendmahl (in Einzelkelchen) vorbereiten und einen Teil der Kerzen rundherum anzünden, um dann zum Beginn die Gäste an der Türe mit ihren persönlichen Osterkerzen zu empfangen.

Weil ich nun sehr beschäftigt sein werde die nächsten 36 Stunden und danach dann wieder eine Zeit der Entspannung brauche, wünsche ich euch jetzt schon eine gute und besinnliche Zeit und frohe Ostern! Ostern ist ein Fest der Freude. Gerade weil zuvor, am Karfreitag, die Dunkelheit zu überwiegen schien, strahlt das Licht der Auferstehung umso heller in unsere Dunkelheit hinein und verdrängt die Schatten unseres Lebens.

Freitag, 29. März 2013

Karfreitag

Heute, am Karfreitag wurden in der Kirche keine Kerzen angezündet auf dem Altar und auch kein Blumenschmuck aufgedeckt. Dafür haben wir aber einen kleinen Ostergarten, auf einem Tisch, den wir, für den entsprechenden Anlass jeweils verändern. Gestern war für Gründonnerstag das letzte Passahmahl der Jünger mit Jesus aufgestellt und heute also  Karfreitag mit verschiedenen Szenen:

Als Hauptthema natürlich Jesus am Kreuz. Unten am Kreuz weinende Frauen. Menschen, die dabei stehen. Judas, der sich erhängt, ein Hahn, über einer Gruppe von Menschen an einem Holzfeuer. Etwas abseits davon ein weinender Petrus.

Ich fühlte mich mit meinen Gedanken angezogen zu dem kleinen Holzfeuer, das Dank der Technik sogar hell flakert.  

Auch im Schaukasten ist Karfreitag dargestellt heute. Als Motto des Schaukastens habe ich auch für diese Zeit gewählt: "Gott ist dir näher als du denkst" (den Anstoß dazu habe ich von einem Poster von "Gott.net") Dieses Motto passt für mein Empfinden in fast alle Zeiten.

Als ich so beim Holzfeuer sinnierte, dachte ich plötzlich: Genau hier an dieser Stelle ist dieses Motto sichtbar. Für die Menschen, die eine Wegstrecke mit Jesus gegangen waren, sah es an diesem Tag so aus, als sei alles verloren. Es war der dunkelste Tag in der Geschichte. Und trotzdem war gerade an diesem Tag Gott der Menschheit näher als je zuvor. Petrus, der sein Versagen beklagte, die weinenden Menschen, denen alles verloren erschien. Sogar denen, die weggelaufen waren, weil sie es so nicht aushielten, denen war Gott nahe. Und auch den Soldaten, die Jesus gekreuzigt haben.

Gerade die letzte Zeit habe ich die Beobachtung gemacht, dass die besten "Gotteserfahrungen" dort ihren Ausgangspunkt hatten, wo Gott so ferne schien und die Welt um mich herum dunkel war. 

Nein, ich bin trotzdem kein Freund von Leid und Dunkelheit. Aber mir scheint immer mehr, als wenn die Dunkelheit nötig ist, damit ich das Licht erkenne. Ebenso scheint die vermeintliche Gottesferne erst den Hintergrund zu bilden, damit ich die tatsächliche Nähe erst erkenne - und suche. 

So wurde mir das winzig kleine Holzfeuer in der Kirche heute Morgen zu einem Hoffnungslicht. 

Auch Jesus hat in dieser, seiner dunkelsten Stunde das Gefühl gehabt, sein Vater habe ihn verlassen. In der Predigt heute konnten wir dann hören, dass Gott in dieser dunkelsten Stunde mittendrin war bei seinem Sohn am Kreuz.

Gott ist dir näher, als du denkst !

Ich habe mal den Ostergarten fotografiert mit meinem Handy. Vielleicht kann man ja etwas erkennen.



Donnerstag, 28. März 2013


Immer noch sieht man das Eis auf dem Mühlrad, das sich trotzdem immer weiter dreht. Vor ein paar Tagen war die Eisschicht noch dicker. Aber da war es mir zu kalt und nass zum fotografieren. Heute habe ich es mal festgehalten.


Dienstag, 26. März 2013

Jona

Eine biblische Geschichte, die es auch oft als Bilderbuch für Kinder gibt, hat mich schon öfter zum Nachdenken gebracht. Jona ist mitten zwischen die Propheten eingefügt worden. Aber seine Geschichte passt nicht so wirklich da hinein, finde ich manchmal. Während die meisten Propheten ein Lebenswerk zu erledigen hatten, mit etlichen Auftritten, um vielen Menschen zu dienen, hatte Jona nur einen Auftrag, von dem ich manchmal den Eindruck habe, das ist nur ein Auftrag, der dem Propheten selbst dienen soll. Die Menschen, denen er eine Botschaft bringen soll von Gott, hätten auch irgendwem anders zugehört und hätten Buße getan, wie es dort in der Geschichte beschrieben steht. Sie waren vorbereitet von Gott. Und manchmal denke ich, die Leute von Ninive haben an Jona eine Aufgabe erfüllt, nicht umgekehrt.

Der Teil der Geschichte, wo Jona vor dem Auftrag davonlief und im Fischbauch landete, ist hinreichend bekannt. Meistens wird diese Geschichte mit der Botschaft versehen, dass man vor Gott nicht weglaufen sollte oder gar nicht kann.

Ich persönlich finde die Botschaft um diese ganze Fischgeschichte herum viel interessanter. Die Lektionen, die Jona lernen sollte, zeigen mir, dass es viele Merkmale gibt, die mir bekannt vorkommen.

Jona war fromm. Und wahrscheinlich hat er redlich sein Tagewerk getan. Ich nehme einfach mal an, dass er gerne den Weg des geringsten Widerstands nahm. Und dann bekam er solch einen außergewöhnlichen Auftrag. Später sagte er zu Gott, dass er schon im Voraus geahnt habe, dass das Volk sich bekehren würde. Demnach wäre es garnicht die Angst davor gewesen, dass das Volk ihn lynchen würde für eine Gerichtsbotschaft, wie es gerne ausgelegt wird. Im Grunde ging es ihm dann doch eher um sein eigenes Ansehen. Er stellte sich vielleicht schon vor, wie blöd er dastehen würde, wenn nichts von dem eintraf, was er angekündigt hat.

Nur, auf dem Weg in die andere Richtung, passierte ihm praktisch das Gleiche. Er musste vor dem Schiffspersonal bekennen, dass er vor Gott wegläuft. Das war eine ganz andere Blamage.  Wenn man dann liest, dass die ganzen Leute auf dem Schiff nach der Sturmstillung vor Gott auf die Knie ging, dann kann einem schon auch der Gedanke kommen, dass selbst dieser Umweg von Gott  eingeplant war.

Und dann erlebt Jona erstmal ein großes Wunder. Er erfährt selbst, dass Gott gnädig ist und ihm neue Chancen gibt. So führt er seinen Auftrag aus und legt sich auf die Lauer, um den Untergang von Ninive Live zu erleben.

Vielleicht hat er gedacht, wenn das Ganze solch einen Aufwand wert war, dann wird die Gerichtsbotschaft vielleicht diesmal doch erfüllt. Er wollte zuschauen, wie diese Menschen untergehen. Schließlich haben sie es verdient. Wenn man es genau nimmt, waren sie ja auch schuld daran, dass er beinahe untergegangen sind. Wenn sie keinen Gerichtsprediger gebraucht hätten, dann wäre ihm das auch nicht passiert. Als er dann sauer ist auf Gott und die ganze Situation, wie sie sich entwickelt hat, zeigt Gott ihm, dass der ganze Aufwand ihm selbst dienen sollte. Damit er erkennt, dass er selbst Gnade erfahren hat. Wenn es ihm so ergangen wäre, wie er es den Leuten aus Ninive wünschte, dann hätte er den Fisch nicht überlebt.

Und doch - wenn man die ganze Geschichte noch mal aus der Vogelperspektive anschaut, dann passen noch nicht einmal mehr die ganzen "wenns". -  Gott hat sich um den Jona bemüht, er war ihm gnädig bis ins Kleinste. und Gott hat sich um die Menschen in Ninive bemüht, bis ins Kleinste.  Beide erfahren Gottes Gnade. Verdient hatte die Gnade keiner von Beiden. Und Gott hat diese beiden Geschichten mit Menschen miteinander verbunden und trotzdem jeden für sich individuell behandelt, so wie jeder es brauchte.

So ist Gott! Wir Menschen wollen oft so gerne an anderen Menschen herum erziehen. Wir wollen wichtig sein vor den Menschen, am liebsten ihnen überlegen. Wir wollen auf die anderen herabgucken, um festzustellen, dass die anderen viel schlechter sind als wir. Natürlich wissen auch wir, dass wir Gnade brauchen. Aber wir denken immer noch wir hätten sie eher verdient als andere Menschen, die doch so viel böser sind. Und in dem Anschauen der Fehler der anderen und sich weiden an der Gerichtsbotschaft, deren Ausgang wir gerne als Bestätigung unserer eigenen Überlegenheit verstehen, bemerken wir gar nicht, dass wir damit nur unsere eigenen Fehler tarnen wollen. Wir machen sie schön im Schatten der Fehler der Anderen. Dabei will Gott genau das Gegenteil. Er lässt uns die Gnade erfahren und macht sie uns anschaulich an der Gnade, die er den anderen Menschen schenkt.

Versöhnung


... war Thema in der Predigt am letzten Sonntag, dem Palmsonntag.
Dabei wurde auch das Lied von Jürgen Werth zitiert:


Angeknüpft wurde an die Aussage aus der Bibel in 1.Kor.5 "Gott versöhnte die Welt mit sich selber"!

Demnächst ist Ostern. Ein Fest, das wir schwer verstehen können. Es beinhaltet das Leiden und Sterben, dem zwar die Auferstehung folgte. Aber das sind Themen, die wir nicht greifen können und manches auch nicht wollen. Denn Leiden und Sterben ist etwas, das wir lieber ignorieren.

Aber die Botschaft von Ostern sagt: "Gott versöhnt die Welt mit sich selbst!"
Gerade, weil es nicht die Menschen sind, die irgendwelche Dinge beeinflussen, gerade deshalb ist das ein Geschehen, welches verlässlich ist. Gott ist zwar nicht begreifbar für die Menschen. Aber Gott ist auch unwandelbar - ein Fels, auf den man bauen kann.

Die Botschaft von der Versöhnung hat mein Herz wieder ein winziges Stückchen näher an die Geschichte von Ostern gebracht. Und sie lässt mich Frieden finden, ein Stück Geborgenheit. Weil es Gott ist, der dieses schafft.

Samstag, 23. März 2013

Zwetschgenkuchen

... gab es bei mir heute zum Mittagessen. War ein spontaner Einfall, bei der Überlegung, was ich essen will.
Seit ein paar Monaten habe ich meine Ernährung auf  "glutenfrei" umgestellt. Dazu habe ich zunächst Brot und Kuchen fertig bestellt. Ja, ich habe bestellt bei einem, nicht bei allen Leuten so sehr beliebten Versandhandel. Einfach, weil es dort unter dieser Kategorie noch Lebensmittel gibt, die ich mir auch leisten kann. So hat natürlich jeder Boykottversuch auch verschiedene Seiten. Diejenigen, die sich einen Boykott leisten können, sind oft nicht diejenigen, welche von solchen Händlern profitieren. 

... aber nun zum Kuchen. Es hat eine Weile gedauert, bis meine Versuche, etwas selbst zu backen, auch gelingen konnte. Das kommt wohl daher, weil ich ungern und höchst selten nach vorgeschriebenen Rezepten arbeite. Nun habe ich den Haken gefunden, warum es mir bisher nicht gelungen ist. Ich hatte die neuen Mehlsorten genauso behandelt, wie die herkömmlichen. Und daraus sind dann eher Ziegelsteine entstanden, anstatt essbare Nahrungsmittel. Kürzlich habe ich dann mal ein Brot genau nach einem Rezept von einer Mehlpackung ein Brot gebacken. Und dabei stellte ich fest, dass man viel mehr Flüssigkeit braucht, als bei den herkömmlichen Mehlen. So wird sogar ein Hefeteig relativ einfach, weil man den nur eine Weile zu einem cremigen Teig herstellen muß, zwanzig Minuten gehen lassen und dann in die Form und in den Ofen. 

Vor ein paar Tagen habe ich in der Gefriertruhe unseres Discounters im Ort eingefrorene Zwetschgen gefunden und gekauft. Da ich außerdem  noch darüber nachdenke, was für ein Dessert ich zu einer Hochzeit einer meiner Nichten im Mai mitbringen kann, kam mir dann heute Mittag beim Nachdenken für das Mittagessen der Gedanke, dass ich einen Zwetschgenkuchen ausprobieren könnte, für die Hochzeit und einfach mal zum Mittagessen. 

Also - mir schmeckt er! Nun muss ich nur noch prüfen, wie er (der Rest, den ich übrig gelassen habe) einen Tag später schmeckt. Ob man ihn dann noch anbieten kann. Denn wir (meine Tochter und ich) fahren wahrscheinlich erst einen Abend vor der Hochzeit los, übernachten bei Verwandten, und gehen von dort aus zum Ort der Hochzeitsfeier. Also würde ich den Kuchen dann einen Tag vorher zu Hause backen und im Auto mitnehmen.

.... das war jetzt mal ein weniger tiefsinniger Eintrag. Vielleicht braucht es den ab und zu auch hier, damit nicht alles so staubtrocken ist. 
Ein schönes Wochenende wünsche ich allerseits!  

Freitag, 22. März 2013

Neues Buch

In der Bücher-Tauschkiste meiner Kirche habe ich wieder ein Buch gefunden, das interessant zu sein verspricht:

Titel: "Paulus aus Tarsos" Autor: "Gerhart Ellert"

Auf Seite 37 gefällt mir ein Gespräch zwischen Saul und einem Händler, die sich unterwegs auf Reisen getroffen haben. Der Händler "Itthai" drückt für mein Empfinden sehr treffend aus, wie begrenzt die menschliche Sprache ist und wie wenig man Gott mit Worten wirklich begreifen kann. 

Ein Ausschnitt:

>> "Auch in der Wüste ist Gott", fuhr Itthai fort, "auch über dem grenzenlosen Meer weht ein Atem und im unendlichen Raum der Sterne ahnen wir ihn - "

"Uns aber hat er die bewohnbare Erde zugeteilt", widersprach Saul heftig, "jene Erde, die wir nur durch Grenze und Gesetz beherrschen können!"

Itthai schwieg. Es schien ihm sinnlos zu sprechen, wo nicht gemeinsames Gefühl den Worten gleiche Deutung gab. Wie machtlos, dachte er, ist doch die Sprache der Menschen! Wir vermögen durch sie keinen Begriff zu wecken, der nicht schon vorgebildet im Geiste des anderen liegt. <<

*Zitatende*

Ich finde es immer gut, wenn jemand es schafft, Dinge mit Worten auszudrücken, wofür es eigentlich keine wirklichen Worte gibt. So etwas macht für mich ein Buch so richtig interessant. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht.

Mittwoch, 20. März 2013

Gute Früchte und weniger gute Erinnerungen

Unterwegs mag ich gerne mal Bonbons lutschen. Darum stecke ich mir fast immer welche in die Tasche, wenn ich los muß. Vorhin, als ich gerade wieder unterwegs war, holte ich einen aus der Tasche und der schmeckte: **mhm ... Banane** ...
Irgendwie verbinde ich mit dem Bananengeschmack ein schönes Gefühl. Ich denke, das liegt auch an Erinnerungen aus meiner Kindheit. Und so überlegte ich, wo Bananen mich früher mal glücklich gemacht haben könnten. Dabei erinnerte ich mich an eine Zeit, die schon sehr weit zurückliegt. 

In meinem ältesten Blog habe ich vor ein paar Jahren mal darüber geschrieben, wie ich als kleines Kind nach einer schlimmen Zeit von meiner Mutter vom Bahnhof abgeholt wurde und sie mir getrocknete Bananen mitgebracht hatte. Wen es interessiert, der kann es hier mal nachlesen:
Hier klicken, das führt zu dem Eintrag.

Interessant finde ich auch, dass mein jüngster Sohn, der ohnehin überhaupt kein Obst gerne mag, Bananen als die verabscheuungswürdigsten Früchte empfindet. 

Dienstag, 19. März 2013

Ich bin ich ....

... eins, zwei, drei, vier! ....
Das kommt mir immer dann in den Sinn, wenn ich mal wieder an dem Punkt angelangt bin, wo ich feststelle, dass *ich* keinem Vergleich mit anderen Menschen standhalte. Da, wo ich dann bei "Ich bin Ich" angekommen bin, fällt mir dieser Spruch aus irgendeinem Schulbuch in der Grundschule ein, der, soweit ich mich erinnere, aus einer Anekdote zu einer Aufgabe stammt. In der Geschichte dazu geht es um einen Jungen, der irgendetwas auf eine Gruppe von fünf Kindern aufteilen sollte und immer nach diesem gleichen Muster zählte: "Ich bin ich, eins, zwei, drei, vier" ... und dabei natürlich immer bei dem gleichen (falschen) Ergebnis landete.

Der Junge in dieser Geschichte hatte sich nicht mitgezählt in der Gruppe, zu der er aber dazu gehörte und damit in die Rechnung einbezogen werden sollte. Sein "Ich" war in dem Moment scheinbar solch eine Selbstverständlichkeit, dass er sich als Ganzes und scheinbar so vollkommen verstand, dass er sich nicht als "Teil" des Ganzen erkennen konnte. Da stelle ich mir die Frage: ist das gut oder nicht gut?


Wenn es um materielle Dinge geht, dann ist teilen ein wichtiger Bestandteil des Miteinander der Menschen. Das sollte aber nicht bedeuten, dass jeder Mensch nur ein Teil von einem Ganzen ist. Auch wenn das ebenfalls so stimmt, so ist der einzelne Mensch ein in sich vollkommenes Geschöpf, das nicht wirklich berechenbar ist. Selbst wenn das in unserer menschlichen Gesellschaft oft versucht wird und Menschen dahin gedrängt werden in ein bestimmtes System zu passen.


Gott sagt, nach Überlieferungen in der Bibel, immer mal wieder, dass er selbst nicht berechenbar ist. Obwohl Menschen  das mit Religion  trotzdem ganz häufig versuchen, wird gerade deshalb, weil die Religionen so unterschiedlich voneinander sind und meistens mehr die Gegensätze auffallen als die Dinge, welche verbinden, wird doch immer wieder erkennbar, dass man Gott nicht begreifen kann. Bestenfalls kann man seine Spuren in seiner Schöpfung erkennen, Geschichten von Menschen hören, die Gott ganz praktisch erfahren haben und die eigenen Erkenntnisse nutzen für das persönliche Glaubensleben.


Ich denke, der Teil in dem Menschen, welcher unberechenbar ist, ist das, was in dem Schöpfungsbericht der Bibel der göttliche "Odem" beinhaltet. So wie der göttliche Odem in den Menschen hineingelegt wurde, so ist dieser auch der "Weg" auf dem Gott dem einzelnen Menschen begegnen kann. Er ist nicht berechenbar und darum wird er auch immer umstritten sein vom menschlichen System.  Persönliches Gut des Einzelnen ist deshalb, wenn man den "Empfänger" immer beim "Sender" angeschlossen hält. Da wo Gott zu dem Psalmbeter in der Bibel (Paslm 32,8) sagt: "Ich will dich mit meinen Augen leiten" da kann man sich vorstellen, wie man den Empfang auf den Sender ausgerichtet haben kann: nämlich indem man seine eigenen Augen auf die Augen des Senders ausrichtet.-


In den letzten Tagen war ich mal wieder unter Strom. Meine Gedanken beschäftigten sich mit den ganzen Aktivitäten in den kommenden Tagen. Wie ihr wisst, arbeite ich in der Kirche, indem ich die Kirche in Ordnung halte und die äußerlichen Vorbereitungen für die verschiedenen Veranstaltungen tätige und täglich die Kirche morgens auf- und Abends zuschließe. Eigentlich ist mein Job dabei ganz entspannt. Denn es ist offiziell auch nur ein halber Job und die Zeiten, die ich zur Vorbereitung brauche, kann ich mir weitgehend selbst einteilen. Aber da gibt es immer die Zeiten, die in der Kirche praktisch "Saison" sind, wo sich meine Arbeitszeiten dann oft ballen auf einen mehr als Vollzeit-Job. Da meine Arbeit im Grunde auch überwiegend durch körperliche Kräfte getätigt wird, komme ich erfahrungsgemäß an solchen Tagen oft an meine Grenzen und bin dementsprechend erschöpft danach, manchmal auch schon währenddessen.  Die Erinnerung an solche Saisonzeiten schafft es zunehmend, dass ich mich oft schon in der Vorstellung "erschöpfe". Das drückt dann auch noch auf meine Stimmung, die durch das grautrübe Wetter zur Zeit sowieso leicht getrübt ist. 


So war ich gestern an einem Punkt, wo ich bei mir dachte, dass es so nicht weitergeht. Und ich suchte nach "Lösungen", die mich wieder freier machen sollten. 

Irgendwo kam ich dann auch endlich bei Gott an, und der eigentlich altbekannten Feststellung des "Loslassens". Klar, mir war die ganze Zeit voll bewusst, dass Gott "da" ist. Das ist eine Erkenntnis aus meinen Erfahrungen mit Gott, die mir eigentlich niemand mehr wirklich nehmen kann. Allerdings komme auch ich immer mal wieder in eine Nische, wo sich meine "Augen" mehr auf die Situation und die ganzen Umstände richten, und dabei Gott sozusagen aus den Augen verlieren. Als ich dann gestern endlich mal wieder still gehalten habe und bewusst mein Inneres auf Gott ausrichtete, merkte ich auf einmal wieder dieses bekannte Bewusstsein: ich bin "angekommen". 

Natürlich habe ich mich wieder gefragt, wieso ich denn den Blickkontakt überhaupt wieder verlassen konnte.  Eigentlich hatte ich doch eine Position eingenommen, die ziemlich sicher erschien und wo mein inneres Bewusstsein mir signalisierte: Gott ist da! 


Und da trafen dann verschiedene Gedanken zusammen, die vorher ihre eigenen Richtungen gezogen und mir völlig unzusammenhängend erschienen waren. Passend zu dem Spruch aus den alten Sprüchen des Salomo im Buch "Prediger":   "Alles hat seine Zeit" .... und Zeit ist vergänglich.  Dieser Spruch steht ohnehin als Motto über diesen, meinen Blog. Und ich merke, dass es für mich gilt, dieses Motto ganz praktisch im Leben zu erfahren. 


Leben spielt sich in der Gegenwart ab. Und genau da finde ich auch Gott!


Es gibt einen Spruch, den ich schon in meiner Jugendzeit oft gehört habe: "Gestern ist vorbei. Morgen ist noch nicht da! HEUTE hilft der Herr!"  Diese Aussage gilt für mich immer wieder neu zu buchstabieren und praktisch anzuwenden. Diese Erfahrung ist nicht berechenbar. Ich kann sie nicht für mich bunkern und festhalten für alle Zeiten. Es gilt, jeden Tag auf Neue meine Augen auf Gott zu richten, damit ich erkenne, was HEUTE dran ist. Die Sorge für Morgen und die Ängste der Vergangenheit kann ich dabei bei Gott abgeben, loslassen um frei und ungezwungen den gegenwärtigen Tag zu erleben. 


An meine Grenzen komme ich da immer dann, wenn ich die altbekannten "Formeln" der menschlichen Systeme anwende. Diese behaupten, dass nur das, was berechenbar ist, auch die Wahrheit sei. Und da, wo  das Ergebnis der Rechnung auf "negativ" gestellt ist, da stimmt dann etwas bei mir nicht. Dabei habe ich schon vielfach erfahren, dass diese Rechnungen für Gott nicht gelten und in der Verbindung mit Ihm schon etliche "Rechnungen" ungültig wurden. Aber festhalten kann ich diese Erfahrungen nicht. ich muss sie jeden Tag neu loslassen und bei Gott niederlegen - um zu erfahren: HEUTE hilft der Herr! Und das ist ganz unabhängig und sehr oft gegensätzlich zu dem menschlich berechenbaren System.


Donnerstag, 7. März 2013

Abendmusik ♫

Nenne hat kürzlich dieses Lied auf FB geteilt und ich habe es mir gemerkt.
Heute ist so ein Tag, wo ich solche Musik brauchen kann.
Ich weiß nun, womit mein Abend gefüllt wird.
 I like youtube!  
... und natürlich diesen Chor 


Vergangene Zeiten ...

Sammy  hat in ihrem Blog zwei Videos über die deutsch-amerikanische Freundschaft gestellt, aus Zeiten, wo die US-Army noch hier in DE stationiert war.
Ich habe mir die Video's vorhin angeschaut und mir kommen so manche Gedanken, Erinnerungen an fast vergessene Zeiten von denen ich jetzt, im Nachhinein, manches besser verstehen kann.

Begonnen hat diese Ära ja in den Kriegsjahren. Und ich bin ein Kind der Nachkriegszeit. Es wurde gesagt, dass die Kinder der 80er-Jahre schon nicht mehr viel mit den Erfahrungen der Leute aus den Kriegszeiten anfangen konnten. Für mich waren sie immer sehr nahe, da meine Eltern, besonders meine Mutter, sehr viel aus dieser Zeit erzählt hat, z.B. über Ängste, Hunger, Sehnsüchte und Hoffnungen.

Wir Kinder meiner Eltern (sechs an der Zahl) sind durch dieses Geschehen in der Vergangenheit, besonders dem Kriegsgeschehen, meiner Eltern auf irgendeine Weise mit geprägt worden. Meine Mutter hat z.B. sehr viel Angst gehabt vor allen möglichen und unmöglichen Gefahren. Diese Ängste haben, so denke ich, uns alle durch die Jahre begleitet und mehr oder weniger unser Verhalten zu anderen Menschen geprägt. Anderseits aber auch die Dankbarkeit für Menschen, die unsere Lebens-Verhältnisse verbessert haben.

Die Jahre, nachdem ich von zu Hause ausgezogen bin, habe ich oft und sehr viel über das Verhalten meiner Mutter nachgedacht. Ich habe immer gespürt, dass sie es eigentlich besonders gut machen wollte aber es schlecht bis überhaupt nicht vertragen konnte, wenn jemand sie kritisierte. Irgendwie habe ich lange Zeit über ihr Leben nachgedacht, auf der Suche nach den Guten, das sie eigentlich tun wollte, was ihr aber irgendwie nicht wirklich gelungen zu sein schien.

Dann kam eine Zeit, wo ich ziemlich sauer auf sie war, weil ich nun an mir selbst spürte, dass vieles von ihrem Verhalten auf mich zum negativen gewirkt hat. Aber meine beiden Eltern sind vor 9 Jahren gestorben und darum denke ich, ich sollte sie auch, mit ihrer und meiner Vergangenheit loslassen.

Die Zeiten des Krieges, welche meine Eltern stark geprägt haben, stehen in einem sehr krassen Gegensatz zu den Zeiten, in denen wir heute leben. Mir scheint, man kann nicht wirklich mehr eine Verbindung finden, die beide Zeiten zusammenbringt. Gerade in dem Neuen liegen Chancen, altes loszulassen und die Ressourcen, die vorhanden sind, auszuschöpfen.

Mein (inzwischen Ex)Mann  ist sogar mitten im Krieg geboren, 1941. Seine Mutter hat immer erzählt, dass er als Zwilling als Einziger überlebte, aber so winzig war, dass er in eine Zigarrenschachtel passte. Jemand im Krankhaus habe zu ihr gesagt, solch ein Kind könne man gleich wegwerfen, es taugt nicht zum Leben. Sie habe es aber Tag und Nacht herumgetragen in Watte eingepackt und er hat es überlebt.

Ja, ein bisschen kann ich da natürlich auch verstehen, dass sie gerade dieses Kind besonders an sich gebunden hat. Zunächst aus Sorge, dass er in der bösen Welt untergehen könnte. Später hat sie oft ihre Geschichte als Begründung genutzt, dass sie von ihrem Sohn Dankbarkeit erwartete, für alles, was sie für ihn getan hat. Sie hat ihn verkorkst. Und die schlechten Voraussetzungen als er noch ein Baby war, haben sicher das Ihrige dazu getan. Und ich, selbst in immer währenden Umbruchssituationen, konnte damit überhaupt nicht umgehen. Wir konnten beide nicht wirklich miteinander umgehen. Immerhin haben wir es 20 Jahre lang geschafft ... mehr oder weniger schlecht.

Jeder Mensch ist geprägt von seiner eigenen Zeit. Und wenn dann die verschiedenen Welten aufeinander prallen, dann gibt es Scherben.

Nein, die Schuldfrage und die Frage, was wer falsch gemacht hat, bringt da nicht weiter. Das habe ich inzwischen auch bemerkt und kann deshalb abschließen mit den Dingen der Vergangenheit, um meine eigenen Erfahrungen mit meinen eigenen Möglichkeiten zu suchen und zu finden.  Jede zeit hat ihre eigene Last, aber auch ihre eigenen Chancen. Wir können nur dann aus dem Vollen schöpfen, wenn wir die Chancen, die wir haben, auch nutzen - anstelle den verpassten Möglichkeiten und das was wir nicht hatten, nachzuweinen.

Ich glaube, im Menschen ist es einfach so drin, dass er immer bei den negativ empfundenen Dingen nach dem Schuldigen sucht. Man meint, wenn man den Verantwortlichen findet, kann man das Negative irgendwie abgeben und dann erst das positive finden. Aber das meiste, was wir erleben, ist eine Folge unseres eigenen Tuns. Ob unser Tun eine Aktion oder nur eine Reaktion ist, davon sind die Möglichkeiten nicht abhängig.

Und Gott? Er hat den Menschen geschaffen. Jeden so, wie er ist. Gott hat jeden Menschen in die ganz eigene Umgebung hinein gestellt und Chancen gegeben. Und er sagt: "Ich bin bei dir und will dir helfen".

Ja, ich weiss auch, dass es Menschen gibt, die an dem Leben scheitern, weil es ihnen tausendmal schlechter ergangen ist als mir. Darum will ich diese Erkenntnis auch zunächst nur auf mich und mein eigenes Leben beziehen. Aber vielleicht kann manchen, der sich an den ganzen Schuldfragen aufgehängt hat, ja meine Erkenntnis trotzdem helfen, die Schuldfragen loszulassen und seine eigenen, ganz persönlichen Chancen zu suchen und zu finden. Mein Rat dafür wäre nur: "Geh mit Gott, aber geh".  (nach dem Fallen nicht liegenbleiben)

Montag, 4. März 2013

Sonne, Licht und Kraft

Heute scheint die Sonne. Der Frühling kommt! Zumindest hoffe ich das. Ich merke, dass auf einmal alles heller ist. Nicht nur äußerlich, sondern auch das Innere. Irgendwer sagte, dieses Mal soll der dunkelste Winter gewesen sein seit soundsoviel Jahren. Und jetzt, wo das Licht auf einmal wieder da ist, da scheint es mir, als wenn plötzlich Lebensgeister erweckt werden, von denen ich dachte, die gäbe es nicht mehr.

Das Licht mag ich sehr. Ich brauche es und vermisse es, wenn es nur sparsam vorhanden ist. Im Sommer aber, wenn die Temperaturen ansteigen, dann fühle ich mich auch wieder nicht mehr so gut. Wenn es zu warm wird, dann werde ich eher wieder lahm und müde und suche den Schatten. So kann auch bei mir die Sonne unterschiedliche Empfindungen auslösen. Einmal macht sie mich lebendig und ein andermal macht sie mich fast krank.

Ich kann mir schon vorstellen, dass es früher Menschen gab, welche die Sonne als Gott verstanden. Die Sonne hat eine Kraft, die alles was lebt erhalten oder auch vernichten kann. Wenn Gott die Sonne gemacht hat, dann muss Gott ja noch mehr sein als die Sonne. Noch kraftvoller und noch umwerfender. In Einem lebensspendend und auch wieder vernichtend.

Propheten

Propheten in den biblischen Büchern des Alten Testaments sind interessante Persönlichkeiten. Früher war dieser Teil der Bibel für mich zu unsortiert und unverständlich. Aber seit ich "Das Buch von Gott" bekommen habe, sind mir diese Geschichten und damit die Menschen um die sie sich drehen, näher gekommen.

Die Propheten waren meistens Menschen, die außerhalb der Norm ihrer Gesellschaft standen. Elia, mit dem ich mich auch lange Zeit beschäftigt habe, war zudem ein Einzelgänger. Ich denke, wenn diese Propheten heute in unsere christlichen Gemeinschaften kämen, würden sie ganz schnell wieder rausgeworfen oder zumindest an den Rand gedrängt.

Jeremia, um den es gestern in der Predigt ging, ist mir auch sympatisch. Er leidet und möchte eigentlich gar nicht mehr weiter diese Gerichtsbotschaften weitergeben. und trotzdem kann er es nicht lassen. Und trotzdem kommt er immer wieder bei Gott an und lobt ihn für seine Taten und scheint darin Erfüllung zu finden.

Von Habakuk habe ich auch gelernt, dass man auf Antworten von Gott einfach warten soll und diese immer wieder stellen kann. Und dann, trotz unbeantworteter Fragen Höhepunkte erleben kann, die alles andere, was uns im Alltag quält, klein werden lässt im Licht Gottes.

Ich denke mal, es gab viel mehr Propheten mit wichtigen Botschaften als die welche in der Bibel stehen. Und ich frage mich, warum die Gerichtsbotschaften den Menschen viel wichtiger zu sein scheinen, als die Botschaften der Liebe. Jesus zumindest hat mehr die Liebe gepredigt als das Gericht.

Bei der Geschichte von Jona, der auch ein Prophet war, wird aber viel mehr über sein eigenes Versagen berichtet. Auch wenn er eine Gerichtsbotschaft zu verkündigen hatte. Ich glaube, er ist der einzige Prophet in der Bibel, dessen Botschaft die Menschen, denen sie gilt, zur Umkehr führen. Interessanterweise hat das dem Propheten gar nicht gefallen. So dass Gott ihm eine persönliche Lektion beigebracht hat.

Eine andere persönliche Lektion, die wesentlich versteckter war, hat der Elia erfahren. Das heißt, er erfuhr gleich ein paar Lektionen. Eine zeigte ihm, dass er selbst schwach war und dass er seine Stärke von Gott bekam. Und kurz danach zeigte Gott sich ihm selbst. Oder besser gesagt, er zeigte eine Spur von sich selbst, in welcher er signalisierte, dass Er, Gott, ganz anders ist, als der Elia geglaubt hatte. Elia war ein Haudegen, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat zugeschlagen und Gott hat ihn unterstützt, weil Elia das richtige Ziel hatte. Ob Elia dabei den richtigen Weg gewählt hat, ist nach den Lektionen, die er erfuhr, schon fraglich. Besonders, nachdem Gott ihm in dem "leisen Säuseln" gezeigt hat, dass Er es lieber auf die leise Art tut.

Was mir die Propheten alle zusammen noch zeigen, das ist gerade das Handeln von Gott. Man kann Gott nicht festlegen auf eine Art zu Handeln oder auf einen Typ von Menschen, den Gott als seine Botschafter bevorzugt. Oft sind gerade solche Menschen, die von den Frommen abgelehnt werden, solche, die wichtige Aufgaben unter den Menschen haben. Gottes Gedanken können wir nicht wirklich erfassen.  Wenn wir von ihnen Botschaften empfangen wollen, müssen wir mit geöffnetem Herzen zuhören und bereit sein, etwas anderes zu erfahren, als wir uns selbst ausmalen können.


Sonntag, 3. März 2013

Jeremia, der weinende Prophet

Heute hat in unserer Kirche die Prädikantin Frau Sindlinger aus Altburg  gepredigt. Obwohl ich anfangs das Gefühl hatte, ich könne mich heute nicht wirklich konzentrieren, wurde ich trotzdem irgendwie gepackt von dieser Predigt, weil ich mich selbst mit dem Jeremia, wie sie seinen Weg beschrieb, identifizieren konnte. Am Schluss sagten dann noch einige andere Kirchenbesucher zur Prädikantin, dass sie sich in  dieser Predigt wiederfinden konnten. So habe ich sie gefragt, ob ich ihre Predigt in meinen Blog stellen dürfe, da ich sie ohnehin aufgenommen habe. Sie hat zugestimmt und so teile ich die heutige Predigt mit euch: