Copyright

© Copyright von allen Texten und Grafiken liegt bei mir!
Verantwortung für externe Links liegt bei dem Betreiber der verlinkten Seite!
Kontaktaufnahme über PN-Fenster - s.u.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Ich wünsche allen, die hier vorbeischlittern, ein Gutes neues Jahr 2014 !

Bleibt alle gesund und munter! Wenn die ganzen Feiertage vorbei sind und die ganzen Dekos in der Kirche wieder weggeräumt sind, werde ich sicher auch wieder mehr hier schreiben. 


Montag, 23. Dezember 2013

Fröhliche Weihnachten!

...wünsche ich euch allen!

 Eine schönes Weihnachtskonzert habe ich gefunden, das vier Weihnachtslieder enthält. Weil mir die letzten beiden am Besten gefallen, wollte ich euch die vorstellen. Aber wenn man nur ein halbes Video mit Youtube verlinken will, dann kann man (zumindest ich) nicht das ganze hier reinstellen. Also nur den Link zum Video, so dass es in der Mitte einsetzt, wenn die beiden, von mir bevorzugten Lieder kommen:


Wer das ganze Video sehen will, kann es ja bei youtube direkt anklicken.

Und so wünsche ich Euch allen, die hier mal vorbeischauen, dass sie Weihnachten genießen können und vielleicht auch etwas von dem "Göttlichen Funken" erkennen, welcher uns durch das Kind in der Krippe Gottes Liebe zu den Menschen zeigt.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Weihnachtsvorbereitungen



Heute war Großkampftag in der Kirche. Der Weihnachtsbaum und die Krippe wurden aufgebaut. Dann waren Proben für den Schul-Gottesdienst morgen, ganz in der Früh. Der ist schon um 7.30 Uhr. Und ich muss um 6.45 Uhr schon die Kirche aufschließen. Trotzdem kommen immer viele Kinder zu diesem Gottesdienst. Die nächsten Tage gehen so weiter, mit Proben und Vorbereitungen. 
Ich bin dann eigentlich immer froh, wenn ich einen Tag nach dem anderen geschafft habe. So wirklich Weihnachtsgefühle kenne ich nicht mehr. Aber das kann ich mir dann, wenn ich in Rente bin, ja wieder antrainieren. 
Schönen Abend euch allen!

Dienstag, 17. Dezember 2013

Was verbindet?

Durch Gedankenaustausch mit einem User auf einer christlichen Seite ist mir jetzt erst aufgefallen, dass manche bei meiner Art, wie ich Glauben definiere, genauso empfinden, dass ich ihren Glauben dem meinigen anpassen will, wie denen, denen ich widerspreche. Jemand drückte das so aus, dass ich liberal wäre und wolle, dass andere liberal wären, sowie die Fundamentalisten wollen, dass andere fundamentalistisch werden.

Dabei ist das überhaupt nicht mein Ziel. Ich möchte eben NICHT, dass Leute sich mir anpassen. Genauso wenig möchte ich, dass andere versuchen, mich ihnen anzupassen ... oder andere Menschen.

Ich kann schon auch fundamentalistisch sein. Dann muss ich mein "Rad" nur zurückdrehen. Bin sehr fundamentalistisch erzogen worden. Gerade deshalb weiß ich ja, dass jede Phase des Lebens, mit ihren Eigenarten, gut und wichtig ist - für MICH.

Was ist eigentlich die ganze Zeit darstellen will, ist dass es auch funktionieren kann, wenn Fundamentalisten und Liberale miteinander ihren Glauben leben können. Dass das möglich ist. Dass man eben nicht gegeneinander kämpfen muss, wenn man als Mittelpunkt Gott selbst hat - nicht den eigenen Glauben. Weil ich den Fundamentalismus so gut kenne, versuche ich einfach nur darzustellen, dass viele Bibelworte auch ganz anders verstanden werden können, als manche Leute es festlegen möchten. Damit man den Nächsten mit seiner so ganz anderen Art zu glauben akzeptieren kann, ohne sich dabei als Verräter des eigenen Glaubens zu fühlen.

Für mich selbst bin ich garnicht so liberal, wie es vielleicht scheint. Aber ich habe in den vergangenen Jahren mehrere Menschen kennen gelernt, die ganz anders glauben als ich - und trotzdem kann ich ihnen abspüren, dass auch sie eine Beziehung zu Gott haben. Das ist das Merkmal, das uns verbindet - auch wenn wir ganz unterschiedliche Glaubensstrategien haben. Solange Gott der Mittelpunkt ist, und sich nicht alles nur um unsere persönlichen Muster, wie man Glauben lebt, dreht - können Menschen unterschiedlichen Glaubens miteinander Glauben leben, ohne den Anderen auf ihre Seite ziehen zu müssen.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Gegensätze wahrnehmen vereinen sich zu Funken der Ewigkeit

Man redet über Gott. In der Gesprächsgemeinschaft meint jeder, etwas von Gott zu wissen. Trotzdem sind die Ansichten gegensätzlich und es kommt zu Uneinigkeiten.

Jemand meint, er wüsste eigentlich mehr, wie Gott nicht sei. Dabei hält er sich für klüger, als solche, die meinen, sie wüssten an einzelnen Punkten genau, wie Gott sei. Er sagt einerseits, er wüsste nicht viel von Gott und beanstandet Dinge, die Leute wissen von Gott, welche seiner Meinung nicht sein könnten.

Ich denke, es ist egal, ob man meint zu wissen, wie Gott sei oder meint zu wissen, wie Gott nicht sei. Es sind beides Bilder und entsprechen nur der eigenen Vorstellung. Welche bestenfalls einen Funken von dem darstellen kann, wie Gott wirklich ist oder nicht ist.

Gerade durch solche Gespräche entsteht bei mir immer mehr der Eindruck, dass es Dinge gibt, die Menschen als gegensätzlich verstehen, für Gott nicht gegensätzlich sind. Es heißt in der Bibel, dass Gottes Gedanken höher, weiter, vielfältiger sind, als die der Menschen.

Jemand im Gespräch hat aber auch festgestellt, dass Menschen nicht fähig sind mit unserer Vorstellungskraft, das zu beurteilen, was Gott tut oder gar wie er ist. Wir, welche nur einen Augenblick, mittendrin in der Ewigkeit leben und im Grunde nur das wahrnehmen können, was sich uns in Gegensätzen zeigt, können immer nur winzige Funken empfangen von Gott. Diese Funken sind winzig im Gegensatz zu Gott und das, was ihn umgibt. Aber für den Menschen sind sie überwältigend. So, dass der empfangende Mensch gewiss ist, dass er Gott begegnet ist.

Aber letztendlich sollte sich jeder Mensch, der von Gott auf irgendeine Weise etwas empfängt, bewusst sein, dass es nur ein Funke ist, den er erkennen konnte. Quasi, als wenn man einen Blick durch das Schlüsselloch zum "Himmel" erhaschen konnte.

Man kann solche Begegnungen von Menschen mit Gott sehr anschaulich in den Buch "Hiob" in  der Bibel nachlesen. Dort kommen solche Menschen vor, welche leiden, solche welche Gott absagen, solche welche glauben, die Weisheiten um Gott gepachtet zu haben und einer, dem Gott tatsächlich begegnet. Der, welchem Gott begegnet, ist der Leidende in dieser Geschichte. Den, welche die Menschen an den Rand des Abgrunds schicken, welche ihn als ferne von Gott wähnen und sein Leiden als Gerichtsurteil Gottes einstufen.

Und der Leidende, welcher Gott begegnet wird still vor der Größe, die er wahrnimmt. Sein Leiden gerät in den Hintergrund im Schatten des Funkens, der von Gott ausgeht. Und Gott nimmt sich des Leidenden an, indem er ihm Antworten gibt. Und ihm den Auftrag gibt, für seine frommen Freunde zu bitten, damit Gott ihnen die Überheblichkeit vergibt. Gott stellt den Leidenden über die Frommen.

Ich glaube, man hat von Gott am größten erfahren, wenn man darüber still werden kann. Wenn man keine Worte mehr braucht und auch keine mehr hat, die das ausdrücken können, was man erfahren hat. Wenn man quasi aufgehoben wird von dem Boden der Endlichkeit und einen Funken der Ewigkeit erblicken darf.

Gerade weil es die Gegensätze sind, welche uns die Liebe und Größe Gottes näher bringen und wahrnehmen lassen, nährt das meine Hoffnung und in der Hoffnung die Gewissheit, dass es mehr gibt als dieses endliche Leben. Gott hat die Gegensätze gegeben, damit wir wahrnehmen können, was uns umgibt. Wenn wir offen werden für Impulse, welche die Gegensätze miteinander stimmig machen, dann werden wir vielleicht auch mehr dazu fähig, gegensätzliche Erfahrungen anderer Menschen stehen zu lassen, ohne ihnen irgendetwas abzusprechen, was in unser Gottesbild und unser Weltbild vordergründig nicht passt.

Sonntag, 24. November 2013

Herbstmüde

Der Himmel ist grau und die Bäume kahl. 
Ein kleines Zeichen von Leben war mir heute Morgen ein einsames Blümchen,
hinter der Kirche, zwischen den Steinen, mit offenen Blüten.


In meiner Kirche kommt jetzt die arbeitsreiche Zeit. Ich habe zwar auch viele  Freistunden zwischendurch, aber keinen freien Tag. Und dann klotzen sich die Arbeitsstunden so aufmal und ineinander, dass es schon wieder stressig wird.
Ich merke, ich bin älter geworden. irgendwie bin ich nicht mehr so entspannt bei viel Arbeit. Und die Vorausschau auf solche Stressstunden machen mir auch schon manchmal Stressgedanken. Obwohl ich aus Erfahrung weiß, dass es besser ist, einen Tag nach dem anderen zu leben - so als wenn es keine anderen gäbe.- Im Moment bin ich auch gerade schreibmüde. Und weil das Blogschreiben für mich immer noch Freude machen soll, möchte ich das auch entspannt sehen: Wenn also längere Pausen entstehen, keine Sorge - irgendwann überfällt es mich wieder, mein Schreibtrieb. Vielleicht entspannt mich jetzt das Lesen mehr. Habe einige Bücher da liegen, die ich lesen kann. Mal sehen, wie ich es mache. Auch das lesen von anderen Blogs möchte ich entspannt genießen. Im Moment fehlt mir die Ruhe dazu. Einfach mal einen Satz oder einen Kommentar hinwerfen, das geht auf FB am einfachsten. Dort bin ich dann am ehesten zu treffen.
Bis bald, Ihr Lieben!


Freitag, 22. November 2013

Ein neues interessantes Buch

Jemand hat mal wieder unsere Tausch-Bücherkiste aufgefüllt mit ein paar Büchern. Und da habe ich mal wieder eines von "Manfred Lütz" gefunden und natürlich mitgenommen.

Titel ist: "Gott" Untertitel: "Eine kleine Geschichte des Größten""

Gleich am Anfang steht ein russisches Sprichwort, das neugierig macht:

"Gott sei Dank, Gott existiert nicht. Wenn aber, was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?"

Anfang des Jahres hatte ich schon einmal ein Buch von Manfred Lütz in der Bücherkiste gefunden und gelesen. Ich fand es sehr offen und erfrischend anders als die meisten frommen Bücher.

Da in einem Forum auch gerade die Frage nach der Allwissenheit Gottes aufgeworfen wurde, hatte ich gerade auch darüber nachgedacht und bin nun gespannt, was Manfred Lütz dazu zu sagen hat.

Mittwoch, 13. November 2013

Gott und die Wissenschaft

Letzte Woche habe ich lange Diskussionen gehabt mit jemandem, der einen starken Wissenschafts-Glauben hat. Er sagt, er habe Gott sein Leben lang gesucht und nicht gefunden. Ich fand es interessant, dass mir viele Antworten zu seinen Fragen eingefallen sind. Das hat sich bei mir, gegenüber früher, also vor ein paar Jahren, geändert. Einen Abschnitt meiner Antworten möchte ich hier nochmal festhalten. Weil für mich so faszinierend war, dass ich einen Satz nach dem anderen schrieb und jeweils nicht wusste, welchen Satz ich als nächstes schreiben würde.
Meinen Diskussionspartner überzeugen offenbar Zahlen mehr als Erfahrungen. Wenn also 50 % gegen 50% wären, dann wäre es für ihn schon sehr fraglich. Also 1000 Wissenschaftler gegen 20 Gläubige wäre überzeugend....so ungefähr.
Er stellte die Frage, ob ich mir immer 100 %-ig sicher sei, dass es Gott ist, der mir Antwort gibt. Dagegen setzte er einen Geisteskranken, der sich für Napoleon hielt und fragte mich, ob nicht meine Erfahrungen auch nur Einbildung sein könnten.

Meine Antwort:

Ich stehe eben nicht so auf Zahlen wie du. Für mich sind nicht Zahlen überzeugend, sondern das was mir zu Lebensqualität verhilft und soweit ich es beurteilen kann, auch zu Lebensqualität für andere Menschen. 

Wenn ein Geisteskranker zum Psychiater geht, dann findet der Psychiater auch den Zugang zu diesem Menschen erst einmal, indem er ihm zustimmt. Selbst wenn er es anders weiß. 

Und dann fragt man sich, was denn daran gefährlich sein sollte, wenn jemand sich für Napoleon hält. Solange er keinen Krieg verursachen will, sondern nur den Namen tragen will, schadet es nicht. 

Es ist egal, ob ich meine, ich sei Napoleon (was ich natürlich nicht meine). Gott kommt mir auf meinem Weg entgegen und überzeugt mich da, wo ich stehe. 
Dabei tut es der Gottesbegegnung keinen Abbruch, ob noch irgendwer anderes glaubt, dass ich wirklich Napoleon bin. 

Letztendlich hat jeder Mensch irgendeine Macke. Viele Menschen halten sich für jemand, der sie nicht sind. Das ist für Gott kein Hindernis, sich den Menschen zu offenbaren. Ob der Mensch nun hochgebildet und mehrere Doktortitel hat oder ein armer Irrer, der nur am Rande der Gesellschaft steht und kaum mitbekommt, was da so abgeht. Alle kann Gott so ansprechen, dass sie von ihn berührt werden. 

Und DAS ist es, was mich überzeugt. Dass Gott nicht abhängig ist von den Werten und Normen der Menschen. 

Das sind übrigens nicht nur leere Phrasen, ohne Hintergrundwissen. So erlebe ich Gott seit vielen Jahrzehnten. Vielen Menschen bin ich begegnet, allen Couleurs, die Gottesbegegnungen hatten und in eine Beziehung zu ihm getreten sind. Das sind meine Beweise, die ich viel überwältigender finde, als viele Dinge, die Wissenschaften hervorbringen. 

Hinter den Wolken scheint die Sonne.

....oder: Herbstliche Farben zeigen Leben aus dem Sterben heraus.

Blätter werden farbig bis braun, bevor sie zu Boden fallen. Blumen zeigen ihre letzten Farben und verwelken, während ihre prächtigen Kleider sich auflösen und verschwinden. 
Aber heute leuchtete mir auf meinem Weg, vor dem Haus, eine sonnenähnliche Farbe entgegen. Einsam und scheinbar trotzdem fröhlich lächelte mich ein Blümchen an, halb zwischen den Steinen und fast zu nahe am Weg, mit der Gefahr, zertreten zu werden.


Als ich heute Morgen losging, zur Arbeit, grüßte ein Nachbar mich mit einem "wunderschönen guten Morgen, auch wenn es heute nicht so schön aussieht". Daraufhin sagte ich: "Hinter den Wolken scheint die Sonne", wobei er mir zustimmte.

Das ist auch die Botschaft, die diese kleine Blume mir signalisierte. Es ist Herbst und vordergründig sieht alles nach Sterben aus. Aber gerade das Sterben zeugt davon, dass es Leben gab und  neues Leben entstehen kann. Darum darfst du wissen, dass auch dann, wenn die Sonne nicht wirklich zu sehen ist, das Licht nur hinter Wolken verborgen ist. Sie ist dennoch da. Auch wenn alles dunkel erscheint und nur die Wolken dominieren. Wenn die Sonne die Wolken durchbricht, dann hat die Dunkelheit keine Macht mehr. 

Das erinnert mich an die ersten vier Verse des Psalm 90  (Luther1984):

"Herr, du bist unsre Zuflucht für und für.
 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, 
Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! 
Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. "



Sonntag, 10. November 2013

Regenbogenfarbenfunken

Mein letzter freier Tag ist ein Regentag. Habe aber gestern noch zwei farbige Lichterketten gekauft und heute mit der einen, die ich schon hatte aufgehängt in der Wohnung. Damit ich Regenbogenfarben innen habe.
So sieht alles nicht mehr so grau und dunkel aus, wie der Blick nach draußen anfangs scheint.
Ich habe in meinen freien Tagen gelesen, bin gestern mit meiner Tochter ein wenig shoppen gefahren und hatte die ganzen Tage über einen Austausch im Forum, welcher meine Gedanken beschäftigt haben und so auch darin einige neue Farben hinein bekommen zu haben. Den Austausch haben wir heute Morgen abgeschlossen, und so kann ich die Gedanken ganz entspannt mit in die neue Arbeitswoche nehmen.
November ist ja eigentlich ein farbloser Monat. Auch die Feiertage scheinen grau zu sein. 
Im Schaukasten habe ich dazu aber wieder mein Motto aufgehängt, u.a. auch weil das zu dem Losungsspruch vom November passt:
Mein ganzjähriges beliebtes Motto:
"Gott ist dir näher als du denkst"

Der Monatsspruch steht in Lukas 17,21
"Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch!

Auch diese Botschaften machen den November farbiger und lebendiger, als er manchmal scheint.
Ich wünsche euch allen einen guten Wochenbeginn!


Dienstag, 5. November 2013

Zeitlos

Ab heute bis Sonntag habe ich mir noch ein paar Urlaubstage genommen, um etwas zu entspannen, bevor der große Trubel losgeht bei der Arbeit, mit den ganzen Feiertagen und sonstigen Ereignissen.

Heute habe ich den Morgen ganz entspannt gefrühstückt und mich dann eine Weile direkt vor mein Fenster gesetzt, um einem Abtransport eines Baggers zuzuschauen. Da kam ein Mann ganz allein mit einem großen Sattelschlepper und hat den Bagger auf den Auflieger manövriert. Hat, glaube ich, fast eine Stunde gedauert. Und ich hatte Zeit! War irgendwie cool, dass nichts mich drängte, irgendetwas Bestimmtes zu machen.

Dann habe ich noch Wäsche in die Waschmaschine gepackt und danach aufgehängt, auf dem Balkon. Sachen in den Keller gebracht. Und ein paar Stricksachen, die ich mal angefangen hatte und nicht beendet, wieder aufgeriffelt, um etwas anderes daraus zu machen, als ich erst wollte. Dazu muss ich ja keine neue Wolle kaufen. Das erinnerte mich dann wieder an meine Kindheit und Jugendzeit. Ich habe früher meine Puppen rundherum behäkelt. Die Wolle dazu kam immer von alten Pullovern oder sonstige Stricksachen. Für Spielzeug wird doch keine Wolle extra gekauft. Gehäkelt habe ich auch immer, wenn ich mal im Krankenhaus war, als Kind - das war drei Mal. Das erste Mal weiß ich aber nicht mehr, ob ich da schon häkeln konnte. Da war ich erst 5 Jahre alt. Wenn man Zeit hat, dann können die Gedanken eigene Wege gehen. Und dann merke ich, dass ich wirklich schon ziemlich alt bin und viel erlebt habe.

Morgen kommt eine Freundin aus dem Nachbarort zu mir zu Besuch. Wir essen zum Mittag zusammen und plaudern auch über alte Zeiten und vielleicht über neue. Sie wohnte schon im nördlichen Deutschland im gleichen Ort wie ich. Wir kennen uns also schon eine Weile.

Zwischendurch habe ich ein bisschen im Forum diskutiert über Gott und die Welt. Und mal schauen, wie lange ich heute Abend aufbleibe. Vielleicht schau ich einen Film, wenn mir nicht noch etwas Interessanteres einfällt. Ein Buch könnte ich ja auch mal wieder lesen. Ich lasse mich einfach mal treiben. Ab und zu macht das Spass und bringt mich auf überraschende Gedanken.

Schönen Abend wünsche ich euch!

Sonntag, 27. Oktober 2013

Mitlaufen mit Gott

 In den vergangenen Tagen habe ich im Austausch mit anderen Menschen darüber nachgedacht, wie mein ganz persönlicher Glaubensweg bis hierher gelaufen ist. Weil so manches sich im Laufe der Zeit geändert hat an meinen Glaubensgrundlagen, bewegen solche Gespräche mich immer dahin, dass ich Gott frage, ob ich wirklich noch bei ihm bin. Oder ob das eher zutrifft, wie manche Leute meinen Glauben beurteilen, dass sie meinen, ich würde mir meinen eigenen Glauben zurechtstricken.

Antwort war mir heute auch der Predigttext:
 Micha 6
6»Womit soll ich mich dem HERRN nahen, mich beugen vor dem hohen Gott? Soll ich mich ihm mit Brandopfern nahen und mit einjährigen Kälbern?
Wird wohl der HERR Gefallen haben an viel tausend Widdern, an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen für meine Übertretung geben, meines Leibes Frucht für meine Sünde?«
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.
Die Prädikantin, die heute dran war zu predigen sagte, dass die Übersetzung so nicht ganz dem Grundtext entspricht. Dort kann man das "demütig sein vor deinem Gott" besser auslegen mit: "...einfach mit Gott mitlaufen".

Mich erinnerte das an einen Morgen vor etlichen Jahren. Da hatte ich das "Gleichnis vom Weinstock und den Reben" aus dem Evangelium des Johannes in Kapitel 15 ganz neu begriffen. Ich spürte, dass alles was "Jesus im Glauben nachfolgen" ausmacht, in der Aufforderung liegt: "Bleibet in mir und ich in euch". Und weil das so unwahrscheinlich für mich klang, so ganz ohne Forderung, was man alles zu tun habe, hatte ich Jesus gefragt, ob so wie ich die Botschaft verstehe, es richtig sei. Zehn Minuten später erlebte mich eine ganz überraschende und beinahe unwahrscheinliche Gebetserhörung, die für mich auch gleichzeitig Antwort auf meine Frage am Morgen war. So wurde dieser Vergleich vom Weinstock und den Reben für mich zu einer festen Glaubensgrundlage.

Und so wurde ich auch heute mit dem Bibelwort ganz neu angesprochen. Für mich war es unwahrscheinlich entspannend,  erneut "mitlaufen mit meinem Gott" als bestehende Grundlage meines Glaubens zu erkennen: Nicht mein Glaube ist es, der mich vorwärts bringt, sondern der Gott, auf dem mein Glaube baut.

Ich denke, wenn jetzt Theologen dieses hier lesen, dass sie Einwände bringen würden. Vielleicht ist der Grundtext nicht ganz so einfach, wie ich ihn hier gerade geschildert habe. Aber die Botschaft, die mich erreicht hat, war die Botschaft "für mich heute". Gerne dürfen andere darüber rätseln und zu anderen Ergebnissen kommen als ich. Ich bin mir sicher, dass es mir ganz persönlich heute genau so von Gott gesagt wurde, wie es in der Predigt geschah. Auch wenn manche anderen Bibelkenner da eine ganz andere Botschaft draus empfangen. 

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Feierabendplauderei


Heute Vormittag, auf dem Weg nach Hause leuchteten diese Farben so schön, dass ich sie einfach festhalten musste. Diese Bäume stehen in der Anlage, die um das Haus herum geht. 

Vor ein paar Tagen habe ich mal mein altes Vogelhaus wieder aus dem Keller geholt. 
Ich war mir allerdings nicht ganz sicher, ob die Vögel überhaupt bis zu meinem Balkon finden. Das muss dann ja schon ein wenig mehr nach innen gerückt werden, damit der Abfall nicht auf den Balkon unter mir fällt und die Leute verärgert sind. Und sie haben es gefunden. Heute hüpften einige Sperlinge und Meisen herum. Zuerst stürzten sie sich aber auf die Körner, die daneben gefallen waren. Ich hatte die auf dem Boden liegen gelassen, weil ich dachte, da finde sie die auch. Außerdem ist der Balkon mit einem Filzteppich ausgelegt. Da kann man kleine Teile nur schwer entfernen. Aber die Vögel können das. Und so mögen sie es scheinbar am liebsten. Frag ich mich, wozu ich überhaupt ein Vogelhaus brauche. Aber wenn es schneit, dann könnte es sein, dass der Balkonboden auch bedeckt wird. Also bleibt das Vogelhaus stehen. So kann ich sie auch besser beobachten.

Zu Abend gegessen habe ich heute nur mit dem Lichterkettenlicht, zu dem im Hintergrund die Lichter des Ortes blinken. Ist eine schöne Stimmung.

Jetzt höre ich noch ein bißchen meine Lieblingsmusik. Davon habe ich schon genug hier reingestellt, darum lasse ich es jetzt und genieße für mich alleine.

Einen schönen Abend wünsche ich euch Allen!


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Jenseits von Gut und Böse

Kürzlich erwähnte jemand, dass es irgendwo mal eine Antwort auf die Dauerbrenner-Frage gab: "Warum lässt Gott das zu", weil das mit dem Ursprung, der von Gott ausging zu tun hätte. Man konnte sich aber nur noch daran erinnern, sonst an keinen Wortlaut.

Mich hat diese Aussage zum Nachdenken angeregt. Was könnte denn im Ursprung verborgen sein, das so manches erklären würde, was wir nicht erklären können?

Mir fiel dazu wieder einmal die Aussage in Psalm 90 ein: "...der du die Menschen lässest sterben und sprichst: "Kommt wieder Menschenkinder"..." Dieser Ausspruch vermittelt mir die Botschaft, dass der Ort oder die Atmosphäre, in die wir nach unserem Tod kommen, uns nicht unbekannt sein wird. Dass wir in ein bekanntes Terrain kommen. Eine "Welt", wo Gott "zu Hause" ist und wo auch wir unseren Ursprung haben.

Meine Gedanken gehen dabei zur Geschichte vom Garten Eden - oder dem verlorenen Paradies. Wobei ich nicht speziell darauf eingehen möchte, ob diese Geschichte wahr ist oder nur ein Metapher.  Dort wird beschrieben, wie die Menschen in einen Zustand kommen, in dem sie Gut und Böse erkennen. Was aber dazu führt, dass sie aus der Gegenwart Gottes heraus fallen.

Mir fällt weiter auf, dass die ganze Bibel voll davon ist, dass Gott die Menschen ruft: "Kommt her zu mir!" Es sind Geschichten, in denen die Menschen unter dem Banner von Gut und Böse miteinander ringen. Aber dabei sich immer mehr um sich selbst drehen - was sie immer weiter von Gott entfernt.

So habe ich mal ein Mosaik zusammengefügt, das mir dabei in den Sinn kommt. (Was natürlich nur meine Gedanken beinhaltet und keinen Anspruch auf Vollkommenheit erhebt)

Wenn die "Welt" in der Gott zu finden ist, vor der Entdeckung von "Gut und Böse" ganz auf Gott gerichtet war, dann war dort wahrscheinlich eine ganz andere Atmosphäre, als wir es gewohnt sind. In dieser Atmosphäre ist und bleibt Gott der Dreh- und Angelpunkt. Und aus dieser Atmosphäre heraus konnte der Mensch auch mit Gut und Böse so umgehen, dass sie beide so ausgewogen waren, dass es einfach natürlich war. Alles, was von Gott kam, war richtig oder gut oder einfach vollkommen - nichts gab es zuzufügen.

Dadurch, dass der Mensch dann aber meinte, seine eigenen Bedürfnisse erweitern zu müssen, hat er plötzlich die Folge erlebt davon, was passiert, wenn man sich von Gott löst und den Blick auf sich selbst richtet. Die ganze Atmosphäre war von da an verändert. Man hatte sie verlassen, indem man sich selbst zum Mittelpunkt gewählt hatte.

Seitdem kämpfen die Menschen den Kampf um den eigenen Egoismus, im Ringen um Gut und Böse. Beides war schon vorher vorhanden. Aber in der göttlichen Gegenwart war es ausgeglichen und "normal". Während nun immer eine Seite das Übergewicht behält - oft das Böse, das nur mit dem Guten überwunden werden kann. Nie mit dem Bösen selbst. Ebensowenig wie das drehen um sich selbst zu Gott führen kann.

Der Schlüssel, um zu Gott zu finden liegt immer in dem Ruf Gottes: "Kommt her zu mir!" Er rief es damals wie heute. Manche folgen diesem Ruf, manche sind zu sehr in ihrem eigenen Kreislauf gefangen, dass sie Gott nicht finden.

Jesus kam, um den Menschen zu zeigen, dass man auch als Mensch in diesem Leben mit Gott in Verbindung sein kann. Er hat es vorgelebt. Auch indem er bis in den Tod ging, unter dem Bösen, von den Menschen ausgehend. Jesus konnte in den Tod gehen und trotzdem in der Verbindung zu Gott bleiben. Weil er immer daran festgehalten hat, in der Gegenwart Gottes zu bleiben, anstatt sich um sich selbst zu drehen. Jesus konnte sich dabei noch an die "andere Atmosphäre" erinnern, obwohl er ganz Mensch war.  Und so hatte bei Jesus auch das Leiden nur einen untergeordneten Stellenwert. Quasi stellte die Gegenwart Gottes das Leid in den Schatten.

Wie gesagt: Kein Anspruch auf Vollkommenheit. Es gibt viele Fragen auch noch dazu. Allein schon diese, wie es angehen kann, dass man in der Gegenwart Gottes auf solche Gedanken kommt, die einen in eine falsche Spirale führen. Denn das würde ja bedeuten, dass sich dieses Dilemma immer wiederholen kann. Es nie ein Ende dessen gibt. Mir stellt sich dabei auch die Frage, was sich Gott dabei gedacht hat, als er die Menschen gemacht hat und in den Garten Eden setzte. Denn er hat ihnen Optionen zugemutet, mit denen sie offensichtlich nicht umgehen konnten.

Nichtsdestotrotz sagt mir dieses Mosaik meiner Gedanken, dass in der Gegenwart Gottes alles Leid der Erde und alles Böse einen anderen Stellenwert bekommen kann. So, dass man sich nicht um sich selbst drehen muss, um den Weg heraus zu suchen, sondern die (Er)lösung bei Gott selbst liegt. Wir normalen Menschen in unserem eigenen Karussell finden diesen Weg nicht und leiden an uns selbst. Nur da, wo wir Gott begegnen, können wir möglicherweise "drüber schauen". Wobei das scheinbar auch nicht irgendwelchen nachvollziehbaren Regeln untersteht, sondern abhängig ist von Gott. Aber ich erlebe ihn oft so. Oft sogar gerade da, wo irgendein Mangel Leiden auslöst. Mir bleibt dabei aber nur das kindliche Vertrauen in den Gott, der über allem steht und die Verbindung zu dem, was vollkommen ist, herstellen kann.

Nachtrag vom 19.10.2013:
An anderer Stelle habe ich diesen Beitrag nochmal ergänzt. Davon füge ich die Hauptaussagen noch hier zu:
Da ich an Gott glaube und daran, dass er in einer anderen "Welt" ist, bin ich einfach mal davon ausgegangen, dass auch der Ursprung der Menschen in der "Welt von Gott" stattfand. Wobei mir schon klar ist, dass "Welt" keine passende Bezeichnung dafür ist, wo Gott ist.

Wenn dann die Unmöglichkeit der Menschen, Gott zu verstehen, in der unterschiedlichen Atmosphäre liegt, dann habe ich mir erst einmal in Gedanken zwei Kreise gemalt. Der eine Kreis ist die Welt der Menschen und der eine Kreis die Welt Gottes. Wenn ich "Jenseits von Gut und Böse" sage, dann meine ich damit die unterschiedlichen Seiten, von denen man es betrachten kann. So ist hier bei den Menschen das Diesseits von Gut und Böse und dort bei Gott das Jenseits von Gut und Böse. Auf beiden Seiten ist beides da.

Wenn ich dann in der Geschichte vom Garten Eden den Punkt suche, der vielleicht eine Antwort geben kann, dann nehme ich also an, dass die beiden Kreise zunächst ineinander verwoben waren - im Einklang miteinander. Das bedeutete, dass Gott und Mensch eine Einheit gebildet haben. Gott war der Mittelpunkt worum sich alles gedreht hat.

Als der Mensch sich dann aber von Gott löste, indem er seine eigenen Wege gehen wollte, haben sich die "Welten" geteilt. Der Mensch war dann plötzlich in einer Atmosphäre, in der sich alles um ihn selbst drehte und dementsprechend chaotisch funktionierte.

Die Lösung, Gut und Böse so einigermaßen in einen Einklang zu bringen, um das Leben lebenswert zu machen, ist darin, sich Gott wieder zuzuwenden. Was nun wesentlich schwieriger ist, in den unterschiedlichen Atmosphären. Aber da Gott die Signale aussendet und quasi damit dem Menschen entgegenkommt, ist es möglich. Es bleibt aber für den Menschen in der Atmosphäre, die den Menschen im Mittelpunkt hat, immer schwierig, den Pol zu finden. Aber das ist die Option des Lebens.

Die Frage nach dem Leid, welches Gott zulässt oder nicht beruht ja auf Aussagen von Glaubenden, die behaupten, dass Gott ihnen geholfen hätte und ihr Leben verändert hat. In Gegensatz dazu stehen die Menschen, die Gott nicht bewußt erleben, und mit der Frage nach dem Zulassen von Leid eine Antwort darauf suchen, ob die Aussagen der Glaubenden stimmen könnten oder nicht.

Ich habe Gottes Wirken auch schon irgendwie in meinem Leben erfahren. Und zwar so, dass für mich ganz klar ist, dass es einen Gott gibt. Ich weiß nicht wirklich, wie er ist und kann ihn nicht begreifen. Aber ich habe sozusagen ein paar Funken von ihm abbekommen und habe mich auf diese Weise an ihn angehängt. Dabei erlebe ich manchmal, dass die Dinge, die ich zunächst als Leid empfinde, in der Begegnung und Berührung von Gott, so wie ich ihn erfahre, das Leid kleiner erscheint in dem Glanz, der die Begegnung ausmacht. Das kann ich nicht wirklich erklären, nur andeuten. Aber für mich ist es Realität. Für die Beobachter, die dies nicht kennen, ist das Quatsch und sie finden möglicherweise auch Erklärungen und nennen es "Halluzinationen" oder sonstwie.

Für mich sind das zwei Welten - zwei Kreise - zwei Atmosphären .... oder was auch immer.
Und das wollte ich ausdrücken mit den Gedanken zum Jenseits, in der Gegenseite vom Diesseits.


Wenn dann das Verständnis zu der Frage "Warum lässt Gott das zu" in dem Ursprung liegt, der in Gott selbst liegt, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Lebensfragen, die für uns Menschen so wichtig erscheinen und an denen scheinbar alles hängt, in der Atmosphäre Gottes einen ganz anderen Stellenwert haben und darum auch weniger Einfluss auf das Befinden haben, als in der menschlichen Welt.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Herbstfarben festgehalten





Auf meinem Heimweg bin ich dem Drang gefolgt, ein paar Herbstfarben festzuhalten. 
Zum Teil in verwahrlosten Nischen und doch schön. 
Finde ich jedenfalls.
Jemand, dem ich die Bilder auch schickte, meinte "Unkraut". 
Aber ich finde, es sieht romantisch aus.
Achja ... ab Donnerstag ist die Möglichkeit von Schneefall in unserer Region nicht ausgeschlossen!

Sonntag, 6. Oktober 2013

Nochmal Erntedankfest

Weil am eigentlichen Erntedankfest, das ist heute, immer noch einiges dazukommt, habe ich das ganze nochmal neu im Foto festgehalten:

Der Gottesdienst wurde, wie jedes Jahr, von der Kinderkirche mitgestaltet. Und die kleinen Körbchen , die dazu gekommen sind, haben die Kinder der Kinderkirche dort abgestellt. Die Kinder ziehen dann bei Orgelmusik, alle mit ihren Körbchen ein und stellen diese ab. Es gab Lieder von den Kindern und ein Anspiel über einen Bäcker, der sein Brot verteilte und dabei den Menschen auch Hilfe gab, z.B. dadurch, dass er Streitende versöhnte.
Morgen früh werden die Gaben von einer Großküche abgeholt, denen sie gespendet werden. Die Großküche gehört zu einem gemeinnützigem Werk.

Samstag, 5. Oktober 2013

Erntedankfest

So, das ist jetzt die Deko für morgen, dem Erntedankfest:

Altar

Erntedanktisch

Schönen Sonntag euch allen!
(und auch einen schönen Samstagabend)

Freitag, 4. Oktober 2013

Alles hat seine Zeit ... immer noch :-)

Mir scheint, heute ist hier wieder einmal der Marienkäfer-Winterquartier-Such-Tag. Das erinnert mich an die erste Wohnung in diesem Ort, als meine Söhne noch mit mir zusammen in einer Wohnung wohnten.

Das war ein älteres Haus, mit einigen Nischen. Es hatte wohl auch einen Hohlraum zwischen den Fußböden und der Zimmerdecke. Da kamen an einem Tag, als die Sonne schien, eine ganze Invasion dieser Käferchen durch Ritzen in unsere Wohnung, wo ich nicht einmal Ritzen vermutet hatte. Scheinbar war es ein bekanntes Quartier. Sie kamen zu Hunderten - vielleicht waren es auch tausende....

Obwohl ich diese kleinen Viecher eigentlich niedlich finde, fand ich sie zu diesem Zeitpunkt nur eklig. Wir haben sie, so gut es ging, entfernt aus unserer Wohnung. Und im Frühjahr kam die Plage noch einmal. Da kamen sie dann aus ihren Ritzen wieder und bevölkerten unsere Wohnung.  Ich habe danach alle für mich sichtbaren Ritzen versucht, zuzuschmieren.

Heute sehe ich wieder viele dieser Genossen herumfliegen. Sie setzen sich kurz auf meine Fensterscheibe, fliegen dann aber weiter. Scheinbar sind in diesem Haus keine brauchbaren Nischen. Oder wenigstens nicht im Zusammenhang mit meiner Wohnung.

Kleine nett aussehende Viecher können also ganz schön nervig werden und eklig. Wenn es zu viele werden und sie durch Eingänge kommen, die nicht als solche eingeplant sind.

Heute scheint überwiegend die Sonne hier, obwohl für diesen Bereich heute schon  Regen vorhergesagt wurde. Ich kann mich in meiner Wohnung geruhsam auf einen tollen Omasessel (der zum bestehenden Mobilar der Wohnung gehörte)  legen und die Aussicht mit dem Sonnenschein genießen. So zeigt sich an vielen Stellen, dass ich froh sein kann, diese schöne Wohnung zu haben. Drei Monate wohne ich nun schon hier.

Morgen am Samstag ist Groß-Arbeitstag. Da bin ich Vormittags zum Empfang der Erntegaben verantwortlich, welche die Leute bringen. Und ab Mittag kommt dann eine Frau, die mit mir wieder den Erntedank-Tisch dekoriert. Danach zeige ich ihn euch vielleicht auch, wenn er schön ist. Denn am Monat werden die Gaben abgeholt von einer Großküche, wo sie verwertet werden.

Alles hat seine Zeit! Das Schöne wie das weniger schöne. Es kommt darauf an, was wir mit den Dingen machen, die unsere Zeit bevölkert. Man kann das Schöne genießen, vielleicht auf eine Art auch festhalten. Aber alles ist vergänglich. Und die nicht so guten Zeiten dienen dem Ziel, die guten Zeiten an ihnen zu erkennen.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Gemeinde und Hierarchie

Jemand hat beanstandet, dass Gemeinden meistens unter einer mehr oder weniger starken Hierarchie laufen. Es stellte sich die Frage, ob man nicht einfach Glauben leben könne miteinander und das dann die Gemeinde wäre, wie Gott sie auch wolle.

Ich wollte kurz antworten, fing an zu schreiben und da ist wieder etwas entstanden, was ich garnicht geplant hatte. Für mich sind solche Momente immer besonders, die ich festhalten möchte. Darum halte ich zur Erinnerung das hier auch mal fest:

... eigentlich gefällt mir deine Vorstellung von Gemeinde. Mir ist es auch oft zu überorganisiert und kontrolliert. Ich denke sogar, dass es Menschen, die sich nur auf Gott ausrichten, Glaube zum Teil auch so gemeinsam leben könnten.

Aber wir sind eben Menschen. Mir scheint es, dass Menschen oft sehr schnell solch eine Gemeinschaft zerstören können, falls es mal eine solche gäbe. Weil man dazu neigt, mehr auf sich selbst zu schauen als auf Gott und dann Neid, Macht und Lieblosigkeit größer werden als der Wunsch, ganz auf Gott zu schauen.

Es gibt immer Menschen, die wollen die Führung haben, andere kontrollieren und den Ton angeben. Und es gibt immer Menschen, die sich lieber von Menschen führen lassen wollen, weil es ihnen vielleicht zu schwierig wird, selbst zu entscheiden oder die Verantwortung .für ihr eigenes Tun lieber abgeben als sie zu übernehmen.

Aus der Erfahrung des Versagens ist dann so etwas wie eine Hierarchie auch in Gemeinden entstanden. Aber ich denke, ein Lichtblick ist, dass es auch da Gemeinschaften gibt, in denen die Hierarchie nicht die Hauptsache ist und auch die "Herrscher" derselben einander dienen können. Aber es ist schwer und die Grenzen sind schwach.

Übrigens war das schon in der biblischen Zeit beim Volk Israel so. Gott wollte ihr Herr sein. Sie wollten einen König. Nachdem Gott sie mehrmals gewarnt hat, hat er ihnen einen König gegeben. Damit musste  sich das Volk aber auch der Hierarchie, die sie selbst angestrebt haben, unterwerfen. Es ist nicht gut ausgegangen. Aber da, wo die Könige in der Verbindung mit Gott waren, da lief es auch unter der Hierarchie gute Wege.


Ich denke, bei aller Schwachheit und Verbohrtheit der Menschen ist es immer ein gutes Ziel, wenn man die Beziehung zu Gott behält. Dann besteht sogar die Möglichkeit, dass man auf jeder Stufe der Hierarchie gute Wege finden kann. Sogar, wenn man sich mitten im Chaos befindet.

Donnerstag, 26. September 2013

Grausamkeiten und Vernichtungsaktionen in der Bibel

Eine Frage, die ich glaube ich schon mehrmals hier behandelt habe ist die nach den Grausamkeiten des Alten Testaments der Bibel, welche dort Gott zugeschrieben werden. Heute wurde mir diese Frage wieder einmal gestellt, was ich davon halte. Da ich diese Sache immer mal wieder aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachte, kopiere ich meine Antwort, zur meiner persönlichen Erinnerung, hier auch rein:

Morden und vernichten gehört, meiner Meinung nach, in die Verantwortlichkeit der Menschen, nicht der von Gott.

Berichte in der Bibel sind für mich auch menschliche Berichte. Die zwar von Menschen in der Verbindung zu Gott erstellt wurden, aber nach menschlicher Vorstellung dargestellt wurden.

Wenn man das dann mit den Berichten der Menschen heute vergleicht, dann findet man diese Merkmale auch wieder. Denn auch heute gibt es Menschen, die von "Botschaften Gottes" reden und dabei ihr menschliches Verständnis derselben darstellen. Es gibt da sicher auch Botschaften, die von Gott sind. Aber die sind an den bestimmten Menschen für bestimmte Situationen gerichtet. Die Interpretation und die Ausführung der Botschaft liegt aber in der Verantwortung der Menschen.

Anschauliches Beispiel aus dem AT:

Elia, der Prophet, hatte den Auftrag von Gott dem Volk Israel zu demonstrieren, dass Baal der falsche Gott ist. Er hat den Herausforderungen, die Elia dafür anwandte, volle Unterstützung gegeben, weil er das Herz des Propheten beurteilt hat, wie es für Gottes Sache schlägt. Am Ende hat Elia ein Blutbad veranstaltet, um die Baalspriester zu vernichten.

Kurze Zeit danach hatte Elia ein Date mit Gott. Elia sollte Gott erkennen, soweit wie es in seiner Position möglich ist. Gott zeigte sich im "Wetter". Zunächst zogen Stürme und Donner an Elia vorbei und er musste erkennen, dass Gott da nicht war. Er fand ihn dann in der stillen sanften Brise.

Dieses Bild hat dem Elia gezeigt, dass es nicht Gottes Art ist, draufzuschlagen und zu vernichten. Sondern mit sanfter Liebe zu überzeugen.

In der ganzen Höllenvorstellung der Menschen und den Vernichtungsaktionen der Bibel wird Gott aber als Richter dargestellt, der draufschlägt und vernichtet, was ihm entgegensteht.


Meine Erfahrung ist, dass Gott das, was die Menschen ihm zuschreiben, nicht nötig hat. Es sind die Menschen, die aussortieren und vernichten, was sich ihnen in den Weg stellt. Um die Macht über andere Menschen zu bekommen, bedienen sich die Menschen aber gerne des Namens Gottes.

Samstag, 21. September 2013

Die Zeit als Geschenk

Vor langer Zeit hörte ich mal bei einen Wissenschaftler in einem Vortrag die Aussage:  "Die Zeit ist eines der besten Geschenke des Schöpfers".  Damals konnte ich mit dieser Aussage überhaupt nichts anfangen. Für mich klang es eher gegensätzlich zur Realität.  Denn ich bin gelehrt worden, dass die Zeit dafür sorgt, dass das Leben endlich ist. Und das wiederum sei eine Folge der ersten Sünde eines Menschen. Unser Leben sei dazu bestimmt, daran zu arbeiten, für die Ewigkeit bereit zu sein.

Man kämpfte da eher mit dem Begriff "Ewigkeit", die wir Menschen uns verscherzt hätten. Und nun lebte man zwangsläufig in der Zeit, aber immer im Streben, bereit zu sein, um nach dem irdischen in die Ewigkeit mit Gott im Bunde verleben zu dürfen.

Mich hat diese Lehre in meinem Leben sehr beeinflusst. Denn ich hatte Angst, es nicht zu schaffen und strengte mich an, die Regeln, die mir auferlegt wurden, zu erfüllen. Und weil ich diese immer nur eingeschränkt erfüllen konnte, war ich ständig unter diesem Druck, es richtig zu machen und immer mit dem Gefühl behaftet, zu versagen.

Das hat sich auch auf meine ganz irdische Arbeitsweise ausgewirkt und einfach mein ganzes Erleben. So hangelte ich mich quasi von einem Highlight zum anderen. Und empfand die Zeiten dazwischen als Tal, welches ich überwinden müsste.

Erst als ich die Fünfziger-Marke meiner Lebensjahre schon überschritten hatte, wurde ich langsam dazu fähig, in der Gegenwart den Sinn meines Lebens zu erkennen. Weil ich nämlich erkannte durch viele verschiedene Puzzleteile aus verschiedenen Botschaften, dass die Ewigkeit nicht erst nach dem irdischen Leben erfahrbar ist, sondern genau in der Gegenwart zu finden ist. Da wo ich mich gerade befinde. Ich musste quasi mich selbst erst einmal finden, um den Sinn des Lebens zu erkennen und in ihm auch den Schlüssel zur Ewigkeit. Damit ist für mich nicht Gott ausgeschlossen, wie viele Christen vermuten. Sondern ich kann gerade an diesem Punkt Gott spürbar erleben. Das ist dann allerdings außerhalb der Kontrolle anderer Menschen.

Aber das ich heute gerade nicht mein Thema, obwohl es ein sehr komplexes Thema ist, das eben auch den Ausgangspunkt zu meinem jetzigen Thema ist.

Denn jetzt langsam beginne ich zu verstehen, welches Geschenk uns Menschen mit der Zeit gegeben wurde. In meiner Arbeit neige ich immer noch dazu, die Gesamtsumme der überschaubaren Zeiten übermäßig zu bewerten. Ich sehe das Volumen und kann die Qualität oft nicht mehr erkennen. Wenn ich mich von dem Gesamtbild bestimmen lasse, dann habe ich das Gefühl, die Anforderungen niemals zu schaffen und ständig den Eindruck, in der Gegenwart zu versagen.

Für mich ist es, nach der jahrezehntelangen Konzentration auf die Highlights der Zukunft und des Versagens in der Vergangenheit, immer eine Aktion, zu der ich mich überwinden muss, speziell die Ressourcen der Gegenwart im Blick zu haben. Wobei ich der Zukunft sowie die Vergangenheit einen Platz in die hinterste Reihe zuordne und mich auf die Gegenwart konzentriere. Ich muss das täglich neu üben, weil es mir eben nicht angeboren ist.

Aber es funktioniert in jeder Beziehung. Besonders da, wo ich mit Gott rechne in meinem Leben. Nicht mein Versagen und nicht die Menge der Arbeit bestimmt dann mein Empfinden, sondern die Gaben  und die Schönheiten, welche mir in den Weg gelegt wurden, für jeden Tag neu - und die Kraft Gottes, welche die Mängel meines ganz persönlichen Lebens ausfüllt. Gerade so viel, wie ich JETZT und HIER brauche - nicht mehr und nicht weniger, aber immer genug.

Für mich, die ich eine lange Zeit meines Lebens auf die Ewigkeit in der Gesamtheit des Lebens und darüber hinaus konzentriert war, ist diese Welt der Gegenwart oft so faszinierend, dass ich mich in eine neue Welt versetzt fühle. Ich denke, es ist das, was Jesus meinte mit der Aussage, dass der Himmel mitten unter uns ist.

Für mich bedeutet es das. Auch wenn  jetzt etliche Theologen mir ein ganz anderes Bild dieser Aussage aufdrücken wollen. Denn die Erkenntnis, dass der Himmel auch in meiner Gegenwart zu finden ist, macht mich frei von theologischen Spitzfindigkeiten, um die sich die Glaubenden oft bis zum Geht-nicht-mehr streiten und nie zu einem Ziel kommen. Ich brauche keine Theologie mehr, die mir vorschreibt, wie ich den richtigen Weg zu Gott finde, denn Gott ist längst da und gibt mir die Möglichkeit, mit seinen Gaben in einen Bund zu treten, der mich fähig macht, in den Augenblicken der gegenwärtigen Zeit, seine Stimme zu hören, seine Gaben zu empfangen und ohne Sorgen durchs Leben gehen zu dürfen.

Das hört sich vielleicht leicht an. Ist es für mich aber auch nicht. Wie ich schon sagte, muss ich das jeden Tag neu üben und bin  immer noch erstaunt und fanziniert, wenn ich in meiner ganz persönlichen Gegenwart tatsächlich Gott begegne und seine Unendlichkeit erkenne - im Gegensatz zu meiner Endlichkeit.




Freitag, 13. September 2013

Musik hören

Hach, ist das schön ....
Habe mir jetzt endlich einen neuen MP3-Player geleistet, nachdem mein alter schon eine Weile kaputt ist. Jetzt höre ich wunderschöne Musik, direkt zum mit herumtragen.

Gerade bin  ich hier bei diesem :

Merke jetzt erst, wie sehr ich das vermisst habe. Konnte nur noch Musik am PC hören, per Kopfhörer. Aber jetzt kann ich mich ganz entspannt in die Ecke setzen - oder auch ganz aktiv in der Küche herumwerkeln, und dabei lauschen .....

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch !

Dienstag, 10. September 2013

Heute auf dem Weg

Bisher habe ich immer meinen Ausblick von meiner Wohnung aus gezeigt. Heute habe ich mal das Haus fotografiert, in dem ich wohne. Und damit ihr eine Vorstellung habt, habe ich an meiner Wohnung ein rotes Kreuz eingefügt. (Das Kreuz habe ich jetzt wieder entfernt, zum eigenen Schutz. Nahestehende haben es wahrscheinlich schon gesehen))


Heute Abend habe ich das Fenster geputzt, weil es kühler wird und ich meine Aussicht bald nur noch von innen genießen kann. Zum Test habe ich ein Foto durch die Scheibe gemacht

Heute hat es vormittags oft geregnet. Aber am Nachmittag wurde es schöner. Und als ich um 18 Uhr die Kirche abgeschlossen habe, habe ich auf dem Weg den Himmel fotografiert


Wenn ihr euch das alles angeschaut habt, dann habt ihr mich heute ein kleines Stück auf dem Weg begleitet.
(Wenn man die Bilder anklickt, dann werden sie größer und man kann sie besser anschauen.)


Außerdem habe ich noch einiges in der Wohnung umgeräumt, weil ich noch zwei Regale dazu aufgebaut habe und noch nicht alles so war wie es sein sollte. Und nun ist meine Wohnung wieder schön. War sie zwar vorher auch schon. Aber jetzt ist sie noch einen Tic schöner.


Sonntag, 1. September 2013

Ein Gott - oder nicht?

Interessant finde ich immer wieder die Aussage von vielen Christen in Diskussionen, dass der Gesprächspartner einen anderen Gott hätte als man selbst.  Gerade deshalb, weil die christliche Lehre eigentlich von EINEM Gott ausgeht.

Das, was die verschiedenen Gottheiten unterscheidet, ist dabei lediglich das Gottesbild, dass die Einzelnen haben. Und das prägt sich an den Erfahrungen, an Überlieferungen, an Prägungen und an der Religion in der man aufgewachsen ist.

Wenn es dann aber nur einen Gott gibt, warum meinen dann viele einzelne Menschen, dass da, wo das Bild sich unterscheidet, es ein anderer Gott ist? Meinen Menschen tatsächlich sie könnten Gott in einem Bild einfangen und daran alleine messen, ob es der richtige Gott ist oder nicht? Ist ihr Gott so klein, dass er nur auf ein Bild fixiert werden kann?

Immerhin gibt es ein Gebot, welches aussagt, dass man sich kein Bild von Gott machen soll.

Ich denke, wir Menschen können an Bildern aber am Besten erfassen, was wir mit Worten nicht wirklich ausdrücken können. Ich glaube auch nicht, dass dies von Gott verboten wird. Ich glaube, dass Gott gerade solche Bilder meint, die Gott fixieren wollen auf ein ganz bestimmtes Bild, greifbar für Menschen. Denn das hat Gott selbst, nach den Berichten der Bibel immer wieder klargemacht: Menschen können Gott nicht (be)greifen und das ist auch überhaupt nicht ihre Aufgabe.

Viele Verse in der Bibel deuten darauf hin, dass Gott unermesslich ist. Und darum KANN man ihn nicht in ein Bild fixieren. Da heißt es z.B. "der Wind weht wo er will .... so ist es auch mit Gottes Geist" oder "Gottes Gedanken sind nicht die Gedanken der Menschen" oder auch einfach der Name Gottes: "Ich bin der ich bin" (alles frei zitiert)

Wenn man davon ausgeht, dass die Art und Weise wie man selbst Gott erlebt, nur ein Bruchteil von dem sein kann, was Gott ist - dann müsste es, meiner Meinung nach - auch möglich sein, immer noch den einen Gott zu erkennen, auch bei Menschen, die ein anderes Gottesbild haben als man selbst. Kann man nicht auch mal die Gedanken zulassen, dass auch was für Menschen gegensätzlich zu sein scheint, für Gott es vielleicht nicht ist? Warum macht man dann lieber noch ein paar "Gott's" dazu, "mein Gott oder dein Gott" ?

Selbst wenn man überwiegend auf Worte des Paulus in der Bibel baut, als auf andere Aussagen, hat dieser doch ein perfektes Vorbild dazu gegeben (Apg.17), wie man es ohne Ausgrenzung machen kann.  Er hat da angeknüpft, bei dem, was die Leute an Gottesbildern hatte. Und das hat sehr gut gepasst, auch wenn die Vorstellung der Leute  von dem Gott, auf den Paulus sich bezog, sicherlich eine ganz andere war, als er verkündigte.

Donnerstag, 29. August 2013

Momente - Puzzleteile des Lebens

Heute ist Donnerstag. Das bedeutet, dass ich das "Blättle" von der Stadtverwaltung  für die Kirche abhole und ins Pfarramt bringe. Das ist auch der Tag, an dem ich eine ehemalige Kollegin aus meinem vorigen Wohnort, im "Welt-Laden" treffen kann, weil sie an diesem Tag meistens vormittags ihren ehrenamtlichen Einsatz macht.

Diese Frau hat schon einige OP's hinter sich, wegen Brustkrebs. Und ich habe damals, schon gestaunt über ihren Gleichmut, mit dem sie immer wieder neue OP's und Chemo's ertragen hat. So als gehörte das einfach zu ihrem Leben. Und bis jetzt ist es doch auch immer wieder gut ausgegangen ... bis zum nächsten Mal.  Aber als sie mal mit dem Gedanken konfrontiert wurde, wie es gewesen wäre, wenn eines ihrer Kinder behindert zur Welt gekommen wäre, da fing sie an zu weinen und meinte, das hätte sie nicht ertragen können.

Ich dachte schon damals, dass wohl jeder Mensch sein eigenes Päckchen  hätte, das für ihn und sein Leben belastet würde. Das wofür man sozusagen "berufen" ist, dafür wird man auch ausgerüstet.  Denn für mich wäre der Gedanke, Krebs zu haben und immer wieder Rückfälle zu bekommen, ein Gedanke, der (im Moment) für mich eine Horror-Vorstellung wäre.

Heute nun besuchte ich diese Frau wieder in dem Laden. Ich wusste, dass sie gerade wieder in einer Phase mit Chemo's ist. Warum genau wusste ich allerdings nicht. Und ich bin auch nicht der Typ, der da viel fragen mag. Ich denke mir immer, das was sie mir erzählen möchte, das wird sie auch tun, wenn sie merkt, dass ich zuhöre.

Sie sagte zunächst auf meine Nachfrage, dass es ihr gut ginge. Dann aber schränkte sie ein, dass sie im Moment wieder einiges abklären muss wegen ihrer Krankheit. Denn die Metastasen in der Leber und wo sie sonstwo waren, sind weg. Aber im Kopf leider nicht. Und nun müsse sie mit einem anderen Arzt klären, was da zu machen wäre. Das würde sie im Moment beschäftigen.

Bei mir kam zunächst erst einmal die Erinnerung an eine junge Frau, vor etwa ein-zwei Jahren. Sie hatte auch erst "nur" eine Brust-OP. Und dann kam nach einer Weile, aus heiterem Himmel, ein Tumor im Kopf dazu. Der wurde dann zwar auch behandelt, aber es ging ab dem Zeitpunkt nur noch bergab - bis sie dann starb.

Aus meinen Versuch, mein Mitleid schonend kundzutun, sagte diese Frau einfach: nein, so schnell gibt sie noch nicht auf. Und es ginge ihr eigentlich doch auch gut. Sie  braucht nicht mehr arbeiten, ihr Mann arbeitet auch nur noch 30 Stunden die Woche und habe mehr Zeit für sie. Ihre Söhne hätten auch einen Job und Partnerinnen.. Sie habe es jetzt doch wirklich schön.

Ich erkannte, dass sie es wirklich gelernt hatte, die Momente des Lebens zu leben und das Schöne darin zu erkennen - ohne Sorge auf das, was mal kommen könnte.

Meine Gedanken waren danach noch eine lange Zeit damit beschäftigt. Mir wurde bewusst, wie oft ich jetzt schon manchmal stöhne, wenn mein Rheumatismus stärker wird, meine Gelenke anfangen zu "quietschen" und mehr wehtun als vorher, ich mehr vergesslich bin als vorher und langsamer vorwärts komme ... etc. Im Vergleich mit dem, was diese Frau durchmacht, ist das garnichts.

Aber ich merke auch, dass vieles an meiner Wahrnehmung immer noch daran liegt, dass ich oft mehr durch's Leben "stürme", anstatt bedächtigt zu gehen und meine Blicke links und rechts auf dem Weg richte, was mir dort vor die Füße gelegt wird.

Ich bin so erzogen worden und habe viele Jahre meines Lebens damit zugebracht, auf das "Ziel" zu schauen. Man sagte uns schon in der "Sonntagschule" (Kindergottesdienst), dass das jetzige Leben nicht wirklich relevant wäre, sonders es darum ginge, die "Schätze im Himmel" zu sammeln und das Leben hier mehr oder weniger zu ertragen, weil "Das Beste kommt noch". So lautete auch ein Buchtitel, der in der damaligen Zeit im christlichen Lager auf der Bestseller-Liste stand.

Erst viel später, so etwa vor 10 Jahren, oder auch schon ein bißchen länger - ich weiß nicht, habe ich entdeckt, dass dieses Leben sehr wohl wichtig ist. Und zwar so wichtig, dass jeder Tag, jeder Moment zählt. Erst da wurde mir bewusst, dass ich im Grunde immer irgendwie auf der Überholspur des Lebens zugebracht habe - und dabei oft die einzelnen Momente des Lebens kaum wahrgenommen habe. Und seitdem übe ich daran, im Hier und Jetzt zu leben und die Momente des Lebens zu erkennen und dort auch zu verweilen, solange sie bestehen. Das ist nach so vielen Jahren auf der Rennstrecke gar nicht so einfach. Und immer, wenn ich danach suche, was mir eigentlich wirklich fehlt, weil ich irgendwie spüre, dass mir etwas fehlt, dann muss ich mich selbst dazu ermahnen, stehen zu bleiben und umherzuschauen, was gerade auf meinem Weg, Hier und Jetzt, liegt.

Es gibt da so unendlich viele guten Erfahrungen, die mich so weit geführt haben, dass ich da bin, wo ich jetzt bin. Und das, was ich jetzt habe, das waren in meinen Träumen in der Vergangenheit - eben nur Träume.

Heute, als ich ganz geruhsam zu Mittag gegessen habe, da habe ich es wieder geübt. Ich habe das, was ich gegessen habe, bewusst gegessen. Wohl wissend, dass es gute Dinge sind, die nicht jedem Menschen vergönnt sind. Ich habe zwischendurch meinen wunderschönen Ausblick genossen, den ich seit zwei Monaten in meiner Wohnung genießen kann. Die Sonne kam gerade um die Ecke und beschien einen Teil des bewaldeten Berges mir gegenüber. Und es ist grün um mich herum. Vor meinem Haus spielt das Leben. Einen Moment, den ich rausschaute, waren gerade die Bahnschranken zu. Ich wohne gegenüber vom Bahnhof. Und die Strasse ist relativ belebt für einen solch kleinen Ort. Jetzt standen eine Reihe Autos ganz still davor. Der Fluss war für ein paar Momente stillgelegt. Die Motoren waren aus und es sah so aus, als wenn alle einen Moment meditieren wollten.

In dem Moment dachte ich: so ist es auch im Leben. Es gibt Momente, da wird man einfach zwangsläufig stillgelegt. Da kann es sein, dass für einen Moment die Zeit stillsteht. Oder sie rast und setzt uns unter den Druck, vorwärts zu kommen zum Ziel. Beide Male kommt man nicht schneller vorwärts als der Andere. Aber diejenigen, die den Moment der Stille nutzen, können darin vielleicht Dinge erkennen, die man in dem Strom des Flusses der Zeit manchmal nicht wahrnehmen kann, weil man sich mehr mit der Zukunft beschäftigt als mit dem, was gerade jetzt auf meinem Weg ist.

Stille und Innehalten, das muss noch nicht einmal Abwesenheit von Geräuschen bedeuten. Das kann manchmal mittendrin sein, im Fluss. Da wo man vielleicht einen Moment gestoppt wird. Das sind dann Momente, aus denen man Kraft schöpfen kann. Und so verstehe ich auch den Anspruch von Christen, dass man unbedingt "Stille Zeit" mit seinem Gott machen müsse. Nur dass eine solche Zeit, wenn sie nur "verordnet" wird, weil man innerlich noch im Fluss mitgerissen wird, auch nur ein Merkmal des Alltäglichen Allerlei's ist. Wertvoll dagegen sind Zeiten, wo man mittendrin einfach mal aussteigt aus dem Fluss, für ein paar Momente und im Hier und Jetzt angekommen ist.

Ich hatte dafür als Schauspiel schon öfter unseren Fluss, der jenseits der Bahnschienen parallel zu unserem Wohnhaus fließt. Wenn nicht gerade Hochwasser ist, dann gibt es darin "Inseln", die zumeist aus großen Steinen bestehen. Oft kann man auf einem Stein eine Ente sitzen sehen. Es ist für mich dann schon irgendwie entspannend, dieses Bild einen Moment lang anzuschauen. Der Fluss strömt unaufhaltsam weiter. Um den Stein herum bilden sich sogar Strudel. Aber oben drauf, mittendrin, da ist Ruhe. Für mich ein Bild des Friedens, der am echtesten dort zu erleben ist, wo der Strom weiterfließt und man trotzdem stille sein kann.





Freitag, 16. August 2013

Gott findet mich!

Habe gerade wieder einen Beitrag irgendwo geschrieben, der sozusagen ein Selbstläufer war. Ich habe angefangen zu schreiben und das andere kam einfach nach. Darum möchte ich das hier für mich festhalten.

Jemand hat geschrieben, dass man, um Gottes Segen zu empfangen, leer sein müsse, damit Gott mich füllen kann. Immer dann, wenn man eine Erfüllung selbst sucht, muss man wieder leer werden, bevor man gefüllt werden kann.

Als Antwort darauf schrieb ich:

Als ich diesen Punkt gelesen habe, hat er mir gefallen. Klingt irgendwie logisch und nachvollziehbar.

Ich habe mich dann in meine Gedanken zurückgezogen und versucht, auf mich selbst anzuwenden, als Prinzip um Gott zu erfahren.

Dabei habe ich mir selbst eine Liste gemacht zum abhaken, was denn dann bei mir dran wäre. Und da bin ich irgendwie in eine Sackgasse geraten ...

Ich erfahre die Nähe Gottes ... ziemlich oft. So, dass ich diese Erfahrung am Liebsten zu einem Dauerzustand machen möchte. Aber immer wieder lande ich "unten am Berg" (angeknüpft an die Geschichte der Verklärung Jesu auf einem Berg).

Es gab auch bei mir Zeiten, wo ich Prinzipien gesammelt hatte um auf meinem Weg Gott zu begegnen. Sie funktionierten mehr oder weniger auch. Es war quasi so, als wenn ich Gott auch immer ein Stück weit entgegenkommen müsste, wenn er auf dem Weg zu mir mir auch begegnen konnte.

Irgendwann funktionierte es nicht mehr nach den Prinzipien. Ich konnte nicht mehr fragen: was habe ich richtig oder gar falsch gemacht, dass ich ihm nicht begegnet bin.

Trotzdem ist Gott auch hier immer mal wieder begegnet, auf meinem Weg. Er hat mich jedes Mal berührt, so dass ich Sehnsucht nach mehr hatte. Es scheint aber zunehmend so, dass es in keinster Weise von mir beeinflusst werden kann. Er kommt überraschend - oder vielleicht erkenne ich ihn auch nur überraschend. Und jedes Mal bin ich versucht, ein Prinzip zu finden, nach dem ich ihn "festhalten" kann.

Aber das funktioniert nicht. Und diese Lektion hat mich gelehrt, dass es nur ein Prinzip gibt: Gott ist IMMER da! Er ist auf den Höhen und in den Tiefen und auch da, wo ich ihn aus den Augen verloren habe. Damit kann ich rechnen, egal, wo ich mich gerade befinde.

Und Gott berührt mich immer noch. So, dass ich es mir nicht mehr vorstellen kann, jemals ohne ihn zu leben. Jedes Mal erscheint eine Steigerung von dem zu sein, was ich vormals erlebte. Und jedes Mal erscheint meine Erkenntnis nur einem Staubkorn gleich zu sein.

 Ich erkenne ihn nicht wirklich - er erkennt mich!

Und das ist nun mein Prinzip, in dieser meiner Glaubensphase.  In jeder neuen Phase meines Glaubens, in der ich menschlich gesehen denke, mehr von Gott erkannt zu haben, spüre ich wie weit weg meine Erkenntnis von dem was Gott wirklich ist und wie er handelt.

Ich schaffe es nicht, vollkommen leer zu sein von allem, was mich in meinem Alltag umgibt. Irgendetwas füllt mich immer. Und manchmal auch so, dass ich denke, da hat Gott gar keinen Platz mehr.

Aber ER findet seinen Platz! Mitten in meinem Leben! Und dann überstrahlt seine Fülle mein Leben so, dass alles andere, was mich ausgefüllt hat, klein erscheint. Es ist nichts gegen die Fülle, die in Gott liegt.

"Der Geist weht wo er will und hörst sein Sausen. Aber du weißt nicht woher er kommt und wohin er geht "... (frei zitiert nach Joh.3)


Dienstag, 13. August 2013

Wo ist Gott zu finden ?

"Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen". - Dieses Versprechen aus einer Rede von Jesus, niedergeschrieben in Matthäus 18,20, wird gerne zitiert, wenn an einer Versammlung von Christen nur wenige Menschen teilnehmen. Und das ist ja auch das Naheliegende in dieser Aussage, dass es nicht auf die Anzahl der Versammelten ankommt.

Nun ist mir auch noch eine andere Möglichkeit der Auslegung aufgefallen, in der es nicht unbedingt auf die sichtbare Anzahl der Versammelten ankommt und trotzdem als besondere Zusage passt. Nämlich da, wo vielleicht auch hundert Leute zusammenkommen und nur zwei oder drei von ihnen wirklich um den Namen des Herrn versammelt sind, indem sie Jesus im Blick haben und als Mittelpunkt der Zusammenkunft sehen.

Viele Glaubende sehen darin, dass eine Gemeinschaft auch nach Stürmen bestehen bleibt oder auch dann wenn sie sich von anderen Glaubenden abgrenzen oder Spezial-Richtlinien für ihre Gemeinschaft haben und Segen erleben, eine Bestätigung von Gott, dass sie auf dem "richtigen Weg" sind. Nicht selten vertreten verschiedene Gemeinschaften aus diesen Gründen, dass sie die alleinige Wahrheit besitzen würden.

Wenn man dann aber mal anschaut, was Jesus verkündigt hat über die Liebe untereinander und wie er es vorgelebt hat, Menschen anzunehmen, die "anders" sind, als die Masse, dann kommt einem doch die Frage auf, wieso Gott da nicht mal eingreift und den Leuten zeigt, wo es wirklich lang geht.

Aber wo ist denn der Weg, wo es wirklich lang geht? Wer kann denn tatsächlich die Wahrheit für sich beanspruchen? Ich meine, das kann kein Mensch und keine menschliche Gemeinschaft.

Denn wenn ich Jesus zuhöre und ihm zuschaue (nach dem, was berichtet worden ist) , dann geht es in der Gemeinschaft mit Gott um ganz andere Werte, als nach der scheinbaren Wahrheit zu streben oder alles richtig zu machen. Da geht es vielmehr darum, wessen Herz offen ist für die Gemeinschaft mit Gott, wer tatsächlich Gott begegnen möchte und nicht nur auf das Ergebnis fixiert ist, das man auch "Segen" nennt.

Wenn man dann mal die Zusage Jesu anschaut und mit der Schar derer vergleicht, die erfahren, dass Jesus mitten unter ihnen wirkt, dann erkennt man viel mehr Menschen mit Schwächen, Fehlern und sonstigen Grenzen. Keine Spur von Perfektsein.

Als Abraham mit Gott um Sodom und Gomorra verhandelte, da hat Gott auch immer wieder versichert, dass eine noch so kleine Schar, die ihm zugewandt wäre, ihn daran hindern würde, die Stadt untergehen zu lassen. Und genauso habe ich den Eindruck, dass es oft eine kleine Schar in einer großen Menge ist, welche wirklich im Namen Jesu zusammen kommen und um derentwillen Jesus auch in dieser Schar anwesend ist und wirkt.

Es ist dann natürlich keine erstrebenswerte Option immer wieder neue Gemeinschaften zu gründen, indem man denen, die man für zu wenig fromm hält, den Rücken kehrt um das eigene warme Nest zu bauen, geschützt vor der Welt. Viel mehr liegt der Segen auf der kleinen Schar, die versammelt ist in Jesu Namen, welche Großes bewirken kann - weil sie an dem Platz wo sie sind, Jesus im Mittelpunkt haben. Denn da kann ER wirken. Und das ist wesentlich effektiver als wenn wir Menschen versuchen, die Wahrheit zu besitzen und unser Leben danach streben, sündloser zu werden, in dem Glauben, dadurch Jesus ähnlicher zu werden. Die Welt braucht nämlich keine perfekten Menschen, sondern die Beziehung zu dem Gott, der vollkommen und unendlich ist und der die Liebe als höchstes Gebot gestellt hat.


Donnerstag, 8. August 2013

Kommunikationsmöglichkeiten

Seit einem Jahr lebe ich jetzt alleine in meiner Wohnung. Wenn ich also mit Menschen rede, dann per Telefon, wenn ich mal Besuch habe (nicht so oft) oder außerhalb meiner Wohnung. Das bedeutet, ich rede weniger seitdem. Reich psychisch finde ich es ganz okay. Ich drücke mich halt gerne bei tiefsinnigen Gesprächen schriftlich aus, weil man da länger nachdenken kann, wie man sich ausdrückt. Die große Telefoniererin war ich nie, außer bei Smalltalk.

Nun merke ich zunehmend, dass mir im Gespräch einfach oft Worte fehlen. Solche, von denen man weiß: es gibt sie und man hat sie quasi auf der Zunge - aber man druckst herum, um ein ganz normales Wort zu finden. Das finde ich nun zunehmend eher peinlich. Heute musste ich mit jemand aus dem Elektrizitätswerk um den Abschlag für die neue Wohnung telefonisch reden. Und da habe ich einen Satz angefangen, unterbrochen, anders ausgedrückt, minutenlang nach dem Wort "Durchlauferhitzer" gegrübelt und dann einfach gesagt, was ich will, ohne Begründung, weil es mir zu peinlich wurde. geht so natürlich auch: immer kurz und bündig Fakten nennen. Aber so langsam finde ich meine Gesprächskultur besorgniserregend. Vielleicht sollte ich mein Telefon abschaffen und nur noch schreiben. ;-)

Dienstag, 6. August 2013

Abendmusik

Am Abend, zum Abschluss, höre ich mir immer wieder gerne ein paar Lieder von diesem Chor an. Finde es toll, dass die Videos so deutlich die Sänger zeigen. Sie singen mit dem ganzen Herzen, mit aller Kraft  mit allem was sie haben - so empfinde ich des, wenn ich denen zusehe. Kann mich nicht satt daran sehen und hören.

Samstag, 27. Juli 2013

Veränderungen und Ewiges

Gott ändert sich nicht!
Diese Aussage wird gerne gemacht, wenn man Glaubenserfahrung bezeugt, die manchen Menschen fremd sind  und ihnen als Widerspruch zu dem eigenen Glauben erscheint.
Ich stimme dem zu: Gott ändert sich nicht, er selbst stellt sich dem Volk Israel vor als der "Ich bin der ich bin"-  der ewig Seiende, oder wie immer man es ausdrücken will.

Aber der Mensch, die Menschen, verändern sich! Außerdem sind Menschen Individien und werden auch von Gott als solche behandelt. Insofern kann man auch Glaubenserfahrungen (Begegnungen mit Gott) der einzelnen Menschen nicht oder nur ansatzweise miteinander vergleichen.

Wenn Gott den Menschen Gesetze gibt oder Rituale vorgibt, wie sie ihre Gottesbeziehung äußern können, dann sind diese den jeweiligen Menschen angepasst, weil Menschen greifbare Ausdrucksweisen brauchen, um sich selbst zu erkennen.

Nicht Gott braucht bestimmte Rituale von Menschen, sondern die Menschen brauchen etwas zum anschauen, um sich auszudrücken. Gott aber beurteilt das Herz des Menschen. Und das kann nur Gott selbst. Kein Mensch kann in Herzen schauen. Menschen können noch nicht einmal das eigene Herz wirklich verstehen.

Wenn Jesus als größtes Gebot die Liebe über alle anderen Gebote gesetzt hat, dann kann das, was ein Mensch vor Augen sieht, sehr unterschiedlich ausfallen. Oft sogar gegensätzlich. Denn das Herz kann der Mensch nicht erkennen, aus dem die Liebe kommt. Die Liebe kommt von Gott und durch ihn gelangt sie zu den Menschen. In der Verbindung zu Gott kann ein Mensch Liebe üben ohne vorgegebene Gesetze.

Menschen sind aber begrenzt und fehlerhaft. Sie brauchen Gesetze als Leitplanken, um daran zu messen, wo ihre Grenzen sind und sichtbare Rituale um die Liebe auszudrücken. Daran kann ein Mensch SICH SELBST prüfen.

Das Problem bei den Menschen ist nur, dass sie meist lieber andere Menschen prüfen wollen. Am liebsten an ihrer ganz persönlichen Erfahrung. Da, wo andere Menschen genauso denken wie man selbst, fühlt man sich bestätigt. Dass man dabei manchmal aber Gott kaum noch zu Wort kommen lässt, fällt immer weniger auf, je mehr die gleichen Ansichten vertreten. Und so entstehen Gruppen, Grüppchen, jede mit angeblich der ganzen Wahrheit. Sie kämpfen gegeneinander um die Wahrheit und lassen Gott außen vor, benutzen nur seinen Titel um ihren eigenen Status zu bekräftigen.

Gott wird vermenschlicht, indem man betont, dass Gott zu den Menschen gekommen ist und mit ihnen kommuniziert. Seine Botschaften werden in Kategorien eingeordnet und "das Leben" genannt. Gott selbst wird zur Botschaft gemacht, die greifbar wird für die Menschen. Aber man kann ihn nicht begreifen, nicht so und nicht anders.

So hatte ich auch kürzlich eine Diskussion in der eine Aussage darüber war, was Gott den Menschen an Liebe gibt. Leider wurde im selben Atemzug gesagt, dass man dann aber so handeln müsse, wie es der Schreiber vorgab. Ansonsten würde man genau das Gegenteil erfahren, als das, was versprochen wird.

Eine Angewohnheit ist, dass man zu einer Aussage, die in der Bibel als Worte von Gott deklariert sind, immer gerne einen Umkehrschluss hinzufügt, auch wenn der nicht so dasteht.  Umkehrschluss ist eine menschliche Folgerung. Ein Mensch braucht immer Gegensätze um die Dinge zu begreifen. Aber Gott sagt etwas, weil es so ist - so wie er ist wie er ist. Nicht wie es sein wird, wenn es nicht so ist.

"Prüfet alles und das Gute behaltet!" (ein Bibelwort) - das ist ein Maßstab, der solange passt, wie man SICH SELBST prüft, am Besten im Gespräch mit Gott. Damit Gott uns sagen kann, was unser Herz ihm sagt und wir uns selbst erkennen können und auf diese Weise auch Gott, soweit er sich uns offenbart.





Statement

Damit ihr euch nicht wundert, dass ich zur Zeit nur sehr wenig in anderen Blogs schreibe, das liegt an meinem Laptop. Ich hatte in der alten Wohnung einen großen Stand-PC, bei dem aber die Festplatte schon defekt war. Als ich dann umzog, habe ich den großen meinen Söhnen wieder gegeben, die mir den zusammengebaut hatten. Weil ich jetzt eine kleinere Wohnung habe, dachte ich, dass es besser ist, dort nur einen Laptop zu haben. Weil ein neuer aber im Moment nicht möglich ist, habe ich den alten (7J.) wieder genommen, den ich bis dahin nur noch für Aufnahmen in der Kirche benutzt hatte. Aber der ist so lahm, dass einem die Lust vergeht, viel herum zu surfen. Manchmal brauche ich für eine Mail oder einen Beitrag mindestens eine halbe Stunde und dann ist die Luft raus. Der macht es wohl auch nicht mehr lange.

Jetzt habe ich meinen Sohn gebeten, eine neue Festplatte in den alten PC zu bauen und den mir wieder zu schicken. Dann habe ich lieber ein Monster in meinem Wohnzimmer, als ein kleines Gerät, das immer erst eine halbe Stunde überlegen muss, ob es das schreibt, was man eingibt.

Also ... es dauert ein wenig, weil mein Sohn ja jetzt einen beanspruchenden Job hat und nur in seiner Freizeit daran arbeiten kann. Wenn ich den großen dann wieder habe, kann man mich wieder mehr auf den verschiedenen Seiten lesen.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Gewitter

Heute, fast zur gleichen Zeit wie vor zwei Tagen, wieder ein heftiges Gewitter.
Diesmal ohne Hagel aber mit sehr viel Wasser. Die Straße wurde zum Sturzbach und der Parkplatz zum See.
Vom Balkon aus ist das cool anzusehen.
Schön ist, dass es für eine kurze Zeit etwas abkühlt.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Ein kleines Unwetter

Gestern zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr wurde die Hitzewelle in unserem kleinen Ort durch ein kleines Unwetter unterbrochen. Mein Balkon war plötzlich übersät mit Hagelkörnern und die Straße überflutet, dass die Autos hohe Fontänen hinterließen auf der Straße. Der Parkplatz gegenüber stand zur Hälfte unter Wasser. 



Es sah für eine Weile nach Weltuntergang aus. Ein Bewohner dieses Ortes hat auf Fazebock ein kurzes  Video gezeigt, wo ein kleiner Bergpfad sich in einen Wasserfall verwandelt hat.

Hinterher war  die Hitze ein wenig eingedämmt. Aber für die nächsten Tage wieder in schwindelnde Höhen vorausgesagt.
Ich habe mich gestern nur gefragt, wo bei solchen Temperaturen noch der Eisvorrat des Himmels für die Hagelkörner lagert. ;-)
Die nächste Hitze kommt bestimmt …. :-D

Samstag, 20. Juli 2013

Himmlische Ziele

Gerade tauchte in einem Forum der Bibelvers auf:
Wer sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren; und wer es verliert, wird es erhalten." (Lk 17,33)

Diesen Vers habe ich bisher nicht verstanden und deshalb auch nicht länger darüber nachgedacht. Aber nun wurde er in den Zusammenhang damit gebracht, dass man mit dem angeblichen "richtigen Glauben" oft das Leben festhalten will, obwohl man das nicht wirklich kann, weil das Leben eben irgendwo ein Ende hat.

Man kann das Leben nicht festhalten. Das ist eine Erkenntnis, zu welcher eigentlich jeder Mensch irgendwann mal kommen müsste.
Aber ich glaube, genau das ist das Ziel der Religionen: das Leben festhalten.

Für mich war es so, dass ich mit dem christlichen Glauben so aufgewachsen bin, in dem der Himmel, also das was nach dem Ende des irdischen Lebens kommen sollte, das Ziel sein sollte. Das ganze Leben sollte davon geprägt sein, bereit zu sein für das "Ewige Leben". Dieses ewige Leben wurde in meiner damaligen Gemeinde in den blühensten Farben ausgemalt, während das diesseitige Leben hauptsächlich Mühsal und Leid beinhaltet - ausgelöst durch das falsche Verhalten der Menschen am Anfang dieser Zeit.

Die Folge aus dieser Fixierung auf das Jenseits  hat bei mir bewirkt, dass ich das diesseitige Leben und wie man dieses aktiv erleben kann überhaupt nicht besonders wichtig fand. Beziehungen zu Menschen, mit denen ich näheren Kontakt hatte, hatten nur den einen Sinn, dass ich sie auf das eigentliche Ziel vorbereiten wollte. Denn, so lautete die immer wiederkehrende Botschaft: wenn man nicht richtig glaubt, dann würde man "verloren gehen". Die Seite des "Verlorenseins" wurde, im Gegensatz zu dem Himmel, in den dunkelsten Farben gemalt.

Beinahe hätte ich so das eigentliche Leben verpasst. Wenn da nicht noch so viele Fragen offen geblieben wären, deren Antwort ich lange Zeit gesucht habe.

Irgendwie bin ich dann doch auf die Fährte gekommen, das Leben im Diesseits, im Hier und Jetzt als den eigentlichen Sinn zu erkennen.

Interessanterweise habe ich den Eindruck, gerade darin, dass ich das Streben nach dem Himmel losgelassen habe, im Hier und Jetzt quasi den "Funken" der Ewigkeit entdeckt zu haben. So dass ich auch anfange zu begreifen, was Jesus gemeint hat mit der Aussage:
"Das Himmelreich ist mitten unter euch."

Wenn man das Leben versucht festzuhalten, wird man es verlieren ... man lebt quasi an dem Leben vorbei. Aber wer das Leben so lebt, wie es sich *mir* gerade anbietet, der wird entdecken, dass es quasi der Ausgangspunkt der "Ewigkeit" ist.

Ewigkeit ist nicht greifbar, darum können wir sie nicht festhalten. Man kann Bilder malen davon und sie irgendwie versuchen zur Sicherheit werden zu lassen. Z.B. dadurch, dass man möglichst viele Menschen mit der scheinbaren "Wahrheit" begeistert. Dadurch können wir sie aber nur verlieren. Weil wir sie am falschen Ort suchen.